• Am Anfang war die Kopie

    Am Anfang war die Kopie

    von Ulrike Baureithel

    Ich  wäre lieber ein Cyborg als eine Göttin (Donna Haraway, „Manifest für Cyborgs“)

    Vor  30 Jahren erschien Donna Haraways „Manifest für Cyborgs“ – doch was von Feministinnen, die im Namen des Selbstbestimmungsrechts den Markt der Reproduktionstechnologien geöffnet sehen wollen, heute als theoretisches Unterstützungsangebot gelesen werden könnte, war ein radikaler Angriff auf das zeitgenössische Identitätsdenken und eine Proklamation feministischer Solidarität

  • Monströse Versprechen: Technologien zwischen Risiko und emanzipativem Potential

    Monströse Versprechen: Technologien zwischen Risiko und emanzipativem Potential

    Technologien sorgen immer wieder für gesellschaftliche Kontroversen. Bezüglich Reproduktionstechnik war in den letzten Monaten z.B. Social Freezing – das Einfrieren von Eizellen – Thema, für manche ein zeitgemäßes technisches Versprechen. Gleichzeitig wurde eine 65-Jährige Vierlings-Mutter in den Medien als monströs verurteilt. Doch mit Blick auf Technologien geht es – nicht zuletzt in feministischen Perspektiven – immer darum, den Zwischenraum zwischen Monstrosität und Versprechen auszuleuchten. Deshalb bittet das Gunda-Werner-Institut in seinem Blog um Beiträge zur Frage „Was ist der StreitWert?“ mit Blick […]

  • Medien machen Meinung …über Prostituierte und andere Minderheiten

    Medien machen Meinung …über Prostituierte und andere Minderheiten

    von Sabine Schiffer   Prostitution ist nicht das einzige Thema, bei dem die Schlagzeilen nicht von den Beteiligten gemacht werden. Schlagzeilen produzieren Medienmachende nach ihren eigenen Einschätzungen.

  • Macht, Herrschaft und die männliche Nachfrage nach käuflicher Sexualität

    Macht, Herrschaft und die männliche Nachfrage nach käuflicher Sexualität

    von Udo Gerheim   Was ist Prostitution Die heterosexuelle Prostitution ist eine geldbasierte soziale Beziehung. Die Handlungslogik wird bestimmt durch den Austausch sexueller Handlungen, die der Prostitutionskunde im Rahmen eines klar umgrenzten Zeitraums von einer weiblichen Sexarbeiterin käuflich erwirbt.

  • Mit Recht gegen Stigmatisierung und Symbolpolitk

    Mit Recht gegen Stigmatisierung und Symbolpolitk

    von Maria Wersig   Im letzten Jahr wurde ich gefragt, warum ich als feministische und frauenpolitisch engagierte Juristin nicht den Aufruf gegen Prostitution unterschreibe. Schließlich sei ich doch auch gegen Gewalt und Ausbeutung von Frauen. Stimmt. Aber kann man beide Themenbereiche gleichsetzen?

  • Falsche Freund_innen – Woran das Schwedische Modell scheitert

    Falsche Freund_innen – Woran das Schwedische Modell scheitert

    von Nora Fritzsche Das schwedische Sexkaufverbot war ein feministisch motiviertes Gesetz. Vorangetrieben und verabschiedet von einer linken Parlamentsmehrheit, sollte es durch eine Kriminalisierung der Freier für bestehende Machtstrukturen in der Prostitution sensibilisieren.

  • Die Prostitutionsdebatte – ein Streit um Sexualität

    von Stefanie Lohaus   Seit September 2013 lässt sich in verschiedenen feministischen Zusammenhängen beobachten, wie sich dort FeministInnen* in BefürworterInnen* und GegnerInnen* des sogenannten „nordischen Modells“ spalten. Je länger debattiert und je mehr Argumente auf den Tisch kommen, desto deutlicher wird, dass es dabei in erster Linie gar nicht unbedingt um Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung oder um die Reform des liberalen Prostitutionsgesetztes in Deutschland geht, sondern um verschiedene Sichtweisen in Bezug auf Sexualität.

  • Die Grammatik des Schweigens

    von Mithu Sanyal   Niemand kann haargenau sagen, wo Sexarbeit anfängt und wo sie aufhört – genauso wenig, wie wir sagen können, wo Sex anfängt und wo er aufhört. Aber wie beim Sex, gibt es auch bei der Sexarbeit eine Menge Mythen.