Widerstand mit Hindernissen – Fallstricke queer/feministischer Bündnispolitik

von Nadine Lantzsch

Mit dem Satz „Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus!“ leiten die Soziologinnen Gabriele Winker und Melanie Groß ihren Text zu „Queer-/Feministische Praxen in Bewegung“ [1] ein und rekurrieren damit auf eine Geschlechterpolitik, die das emanzipatorische und zuweilen radikale Potenzial feministischer Ansätze nicht mehr nötig hat. Denn das feministische Projekt, so wie es ursprünglich angedacht war – als Befreiungsbewegung für ein konstruiertes Kollektivsubjekt – hat ausgedient.

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Sind Jungs so?

von Sabine Hark

„Jungs sind so!“ titelt die ZEIT vom 5. August 2010. So nämlich: Sie versagen in der Schule, sie können, wie der Erziehungswissenschaftler Klaus Hurrelmann im Zeit-Gespräch feststellt, die heute relevanten sozialen Codes nicht knacken, weshalb sie sich in der Schule, die obendrein von Lehrerinnen dominiert sei, nicht zurecht finden; sie brauchen Raum, Zeit und Gelegenheit zum Raufen und Toben, weil sie „vom Naturell her raumgreifender“ sind; sie können nicht still sitzen und lesen lieber Comics statt Erzählungen; sie […]

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Anmerkungen zu einer Scheindebatt

von Volker Handke

Anmerkungen zu einer Scheindebatte

Die Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Niersteiner Erklärung und den sogenannten Männerechtlern als Debatte zu bezeichnen, überschätzt die breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit der Geschlechterfrage. Es scheint sich eher um eine hitzige Diskussion unter ExpertInnen und prominenten Akteuren eines erstarrten Genres zu handeln.

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