Das Ideal des siegenden Kriegers – Warum Liebe und Empathie unabdinglich bleiben

von Andrea Ferber

Das Ideal des siegenden Kriegers – Warum Liebe und Empathie unabdinglich bleiben

Bevor über mögliche Bündnisse nachgedacht wird, sollte man kurz darüber reflektieren, was die möglichen Gründe des thematisierten „Roll Back“ in Fragen der Geschlechterdemokratie sind. Dazu einige kurze Überlegungen: Arno Grün, der sich in seinen Werken ausführlich mit den Ursachen von Unterdrückung, Diskriminierung, Extremismus und Gewalt auseinander setzte, äußerte zu Beginn der 1990er Jahre folgendes: „Indem wir zum Beispiel vom Fremdenhass sprechen, anstatt vom Hass gegen Menschen, weichen […]

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“Wir”-Fragen: Überlegungen zur Bedeutung differenzbasierter Bündnisse

von Aimee Carrillo Rowe

“Wir”-Fragen: Überlegungen zur Bedeutung differenzbasierter Bündnisse

Feministische Bündnisse sind unerlässlich für eine fortschrittliche Politik, denn sie bergen Potenziale für die Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Ich unterscheide „Bündnisse“ aufgrund ihrer nachhaltigen Beständigkeit von „Koalitionen“, die von strategischen und in der Regel kurzen Beziehungen geprägt sind. Explizit „feministische“ Bündnisse bieten Raum für politische Intimität, die nicht nur individuelles, sondern auch kollektives Bewusstsein und sogar Institutionen verändern können. Feministische Bündnisse müssen aber auch intersektional  sein.

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Beim Spiel ohne Regeln: Abpfiff!

von Henny Engels

In und mit Bündnissen aller Art habe ich Zeit meines beruflichen Lebens gearbeitet; diese Erfahrungen kommen mir bei meiner Arbeit als Geschäftsführerin des Deutschen Frauenrates (DF) zugute. Der DF ist als Zusammenschluss von mehr als 50 Frauenverbänden und Frauengruppen gemischter Verbände eher ein auf Dauer angelegter Bund als ein loses Bündnis. Voraussetzung für den Erfolg ist in beiden Fällen die gelebte Überzeugung aller Beteiligten, dass sie gemeinsam mit den anderen mehr erreichen werden als alleine. Das schließt […]

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Die Dritte Welle und die projektbasierte Polis

von Sonja Eismann

Das Urteil, das über die heutige Frauenbewegung am häufigsten zu hören ist, ist jenes, dass sie gar keine sei. Fürwahr: politisch wirksame, deutlich sichtbare Großaktionen, in denen Frauen mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen für gemeinsame Ziele kämpfen und auf die Straße gehen, gibt es heute nicht mehr – auch wenn der gerade zum ersten Mal in Deutschland über die Bühne gegangene „Slutwalk“ ein erster zarter Vorbote eines solchen Revivals sein könnte. Dennoch: Vorbei die Zeiten der Zweiten Frauenbewegung […]

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Das Eingehen von Bündnissen ist eine bedeutende Investition!

von Katja Kinder

Am Anfang eines solchen Prozesses ist das Ergebnis in ihrer (positiven oder negativen) Wirkungskraft überhaupt nicht einschätzbar. Der Wunsch nach nachhaltigen sozial-politischen Veränderungen macht immer wieder neue Bündniskonstellationen erforderlich. Als Schwarze Aktivistin in Deutschland zielt meine Bündnispolitik, vor allem auf die Veränderung von Herrschaftsstrukturen auf der Ebene ihrer symbolischen Verankerung. Im Zentrum dieses Bestreben steht die Verfügung über sich selbst und die eigenen Ressourcen.

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„Bündnisse – Ein Weg zu erfolgreicher Geschlechterpolitik? Was ist der Streit Wert?“

Unter dieser Fragestellung möchte das Gunda-Werner-Institut alle einladen, sich an unserer aktuellen Online-Debatte zu beteiligen und zugleich die letzte online-Debatte „Grüne Feministen und ‚Männerrechtler‘ fordern Frauen- und Geschlechterpolitik heraus“ von 2010 weiter führen.

Denn auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten geschlechterpolitische Fortschritte errungen wurden, ist eine emanzipative Geschlechterpolitik in vielen Bereichen rückläufig oder stagniert. Von einem einheitlichen feministischen „Wir“ ist heute nicht mehr auszugehen. Frauenpolitische Ansätze haben sich ausdifferenziert und sind sichtbar divers, auch emanzipierte Männer diskutieren mit. […]

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