RassandaTyskar@Flickr-CC-by-nc

Post Colonia – Feminismus, Antirassismus und die Krise der Flüchtlinge

Massimo Perinelli

Die Kölner Silvesternacht ist zum Sündenfall der Willkommenskultur des vergangenen Jahres geworden. „Köln“ schien ein Startschuss zu sein für die Entladung rassistischer Ressentiments in Deutschland, Europa und sogar weltweit. Vorgefertigte rassistische Statements und Gesetzesentwürfe, faschistische Angriffe auf Nichtdeutsche, rechtspopulistische Hetze gegen demokratische Prinzipien und Entsolidarisierung mit geflüchteten Menschen wurden und werden im Namen von „Köln“ verfasst, verabschiedet und betrieben. Der „lange Sommer der Migration“, der 2015 die soziale Frage nach Teilhabe, Würde und Bürgerrechten mit […]

weiterlesen
CaroleRaddato@flickr-CC-BY-NA

Männer gegen Männer gegen Frauen und andere Geschlechter

Olaf Stuve

Es ist erstaunlich, wie schnell in der öffentlichen Debatte nach „Köln“ das Thema sexualisierte Gewalt und Sexismus in den Hintergrund gedrängt und von einer Dynamik rassistischer Diskurse über die (jungen) Männer aus arabischen und nordafrikanischen Ländern überlagert worden ist. Das Motiv des Beschützens vor den muslimischen Männern hat sich in weiten Teilen der Debatte und der politischen Konsequenzen als Leitmotiv durchgesetzt. Nicht zuletzt auf dieser Grundlage sind notstandmäßig weitere Änderungen des Asylrechts durchgedrückt worden, die […]

weiterlesen
Omar Chatrwala@Flickr-CC-BY-NC-ND

Neue Männer, altes Feindbild. Feminismus in der Einwanderungsgesellschaft

Analysen zur  Debatte um die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16
„Es ist nötig, einen Feminismus der Einwanderungsgesellschaft zu entwickeln, mit neuen Allianzen – und mit einer Vision von Emanzipation, die über die Grenzen von Religion, Hautfarbe und Lebensstil hinweg verbindend sein könnte.“

Charlotte Wiedmann, Januar 2016

Das Jahr 2016 hat aus feministisch-antirassistischer Sicht ziemlich rumplig begonnen. Groß war das Erschrecken über die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln und in anderen Städten. Innerhalb weniger Tage wurde […]

weiterlesen

FOLLOW THE MONEY: EIN KURZTRIP DURCH SEX & POLITIK

© Remo Casilli, Romvon Pieke Biermann

 

Bäuchlings in die Freiheit?

1971 platzten Frauen mit dem Slogan „Mein Bauch gehört mir!“ in die westdeutsche Öffentlichkeit; es ging um die Abschaffung eines Instruments zur Kriminalisierung von Frauen: des § 218.  Der hatte vermutlich kein einziges ungeborenes Leben geschützt, aber massenweise geborenes Leben gefährdet, verletzt, nachhaltig geschädigt und nicht selten getötet: das von Frauen, die abgetrieben hatten.

weiterlesen

Kübra Gümüsay

Klartext – Es geht ums Ganze und um Alles!

// Erst hörte ich jemanden auf mich schimpfen. So spürte ich erstmals den Hass. Dann erfuhr ich von Diskriminierung. Später entdeckte ich Rassismus. Deshalb schrieb und schrieb und schrieb ich davon. Und schließlich sah ich das Leid der Anderen. Jetzt schreib ich erst jetzt. //

weiterlesen