Sabine Mohamed

Überlegungen zu geschlechterpolitischen Bündnissen, ihre Chancen, ihre Probleme und Totgeburten

Das Konzept der globalen Schwesternschaft ist verworfen. Verworfen, weil die Vorstellung, dass es einen Universalismus unter Frauen gäbe, sich als zu eng erwies. Indessen die Vorstellung, Frauen seien ein in einer patriarchalen Gesellschaft unterdrücktes Kollektiv, bei einigen weißen Feminist_innen noch immer existiert. Dabei blenden sie nichts weniger als die Verschränkungen von sozialen, strukturellen Ungleichheitsverhältnissen in einem rassistischen, kapitalistischen System aus […]

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Kübra Gümüsay

Klartext – Es geht ums Ganze und um Alles!

// Erst hörte ich jemanden auf mich schimpfen. So spürte ich erstmals den Hass. Dann erfuhr ich von Diskriminierung. Später entdeckte ich Rassismus. Deshalb schrieb und schrieb und schrieb ich davon. Und schließlich sah ich das Leid der Anderen. Jetzt schreib ich erst jetzt. //

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Aimee Carrillo Rowe

“Wir”-Fragen: Überlegungen zur Bedeutung differenzbasierter Bündnisse

Feministische Bündnisse sind unerlässlich für eine fortschrittliche Politik, denn sie bergen Potenziale für die Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Ich unterscheide „Bündnisse“ aufgrund ihrer nachhaltigen Beständigkeit von „Koalitionen“, die von strategischen und in der Regel kurzen Beziehungen geprägt sind. Explizit „feministische“ Bündnisse bieten Raum für politische Intimität, die nicht nur individuelles, sondern auch kollektives Bewusstsein und sogar Institutionen verändern können. Feministische Bündnisse müssen […]

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Martin Rosowski

Bündnisse statt Seilschaften – Ein Plädoyer für geschlechtergerechte Gleichstellungspolitik

In Zeiten der Vernetzung und der Konzentration von Kräften wird es ohne eine Verständigung über Möglichkeiten und Grenzen gemeinsamer Strategien nicht gehen. Doch Bündnisse sind keine Seilschaften, in denen die Absicherung der gegenseitigen Machtinteressen im Vordergrund steht. Ebenso wenig möchte ich Bündnisse auch im ursprünglichen Sinne ihrer Bedeutungsgeschichte verstehen: nämlich im Sinne der „Verbündung“ gegen andere, zumeist die Feinde im Krieg.

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Marion Böker

Wo viele Schwalben sind ist Sommer – Geschlechterpolitik braucht strategisch wie menschlich Bündnisse

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: Ursprung des Sprichwortes ist eine Fabel von Äsop: Ein Mann verkauft seinen Mantel, weil er nach der Sichtung einer einzelnen Schwalbe davon ausgeht, dass der Sommer naht. Fortan muss er frieren, denn es bleibt kalt und die zu früh zurückgekehrte Schwalbe erfriert.[1]

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