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Emanzipation (nur) ohne Religion? Warum eine Geschichte des feministischen Säkularismus notwendig ist

Aline Oloff

„Wir müssen über diese Probleme sprechen, aber im Schulterschluss, nicht arrogant“, sagt Kübra Gümüşay, eine der Initiator*innen der #ausnahmslos-Kampagne[1], zu den Ereignissen der Silvesternacht in Köln in einem Interview. Sie fordert eine Auseinandersetzung mit Sexismus, die diesen überall, wo er auftritt, als solchen benennt und bekämpft und in der die Frage nach Herkunft und ‚Kultur‘ der Täter als Strategie der Grenzziehung entlarvt wird – der Grenzziehung zwischen ‚uns‘ und ‚denen‘, die zu uns […]

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Der orientalische Mann – revisited: So funktioniert Kulturrassismus heute

Khola Maryam Hübsch

Junge, alkoholisierte Männer mutmaßlich nordafrikanischer Herkunft belästigen in der Silvesternacht Frauen, etwa 450 Strafanzeigen wegen sexueller Übergriffe gehen bei der Polizei ein. In den Tagen und Wochen danach entzündet sich eine rassistische Debatte über die Ursachen der sexuellen Gewalt. Objektiv betrachtet, gäbe es eine Reihe von Faktoren, die als Gewalt begünstigende Elemente problematisiert werden könnten. Die starke Korrelation zwischen enthemmendem Alkoholkonsum und sexueller Gewalt ist hinlänglich bekannt, wird aber […]

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Überlegungen zu geschlechterpolitischen Bündnissen, ihre Chancen, ihre Probleme und Totgeburten

von Sabine Mohamed

Überlegungen zu geschlechterpolitischen Bündnissen, ihre Chancen, ihre Probleme und Totgeburten

Das Konzept der globalen Schwesternschaft ist verworfen. Verworfen, weil die Vorstellung, dass es einen Universalismus unter Frauen gäbe, sich als zu eng erwies. Indessen die Vorstellung, Frauen seien ein in einer patriarchalen Gesellschaft unterdrücktes Kollektiv, bei einigen weißen Feminist_innen noch immer existiert. Dabei blenden sie nichts weniger als die Verschränkungen von sozialen, strukturellen Ungleichheitsverhältnissen in einem rassistischen, kapitalistischen System aus oder übersehen diese, weil sie wollen und machen sich […]

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“Wir”-Fragen: Überlegungen zur Bedeutung differenzbasierter Bündnisse

von Aimee Carrillo Rowe

“Wir”-Fragen: Überlegungen zur Bedeutung differenzbasierter Bündnisse

Feministische Bündnisse sind unerlässlich für eine fortschrittliche Politik, denn sie bergen Potenziale für die Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Ich unterscheide „Bündnisse“ aufgrund ihrer nachhaltigen Beständigkeit von „Koalitionen“, die von strategischen und in der Regel kurzen Beziehungen geprägt sind. Explizit „feministische“ Bündnisse bieten Raum für politische Intimität, die nicht nur individuelles, sondern auch kollektives Bewusstsein und sogar Institutionen verändern können. Feministische Bündnisse müssen aber auch intersektional  sein.

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