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Artikel getagged mit ‘prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse’

Medien machen Meinung …über Prostituierte und andere Minderheiten

23. September 2014, Comments (0)

cGabler_Dr. Sabine Schiffer_mTextvon Sabine Schiffer

 

Prostitution ist nicht das einzige Thema, bei dem die Schlagzeilen nicht von den Beteiligten gemacht werden. Schlagzeilen produzieren Medienmachende nach ihren eigenen Einschätzungen. (more…)

Sex als Diensleistung oder Recht auf sexuellen Egoismus?

25. Juni 2014,

Antje Schruppvon Antje Schrupp

 

Aktuell scheint Schwedens Prostitutionsgesetz auch ein Vorbild für Deutschland. Doch gesetzliche Verschärfungen, gar ein Verbot von Prostitution würde vor allem den Sexarbeiterinnen schaden. Auch wenn nur Freier direkt bestraft werden sollen, würde eine Illegalisierung zwangsläufig auch die betroffenen Frauen rechtloser machen, sie hätten es dann schwerer, sich abzusichern, sich zu wehren, soziale Hilfestrukturen in Anspruch zu nehmen, sich generell zu organisieren. (more…)

FOLLOW THE MONEY: EIN KURZTRIP DURCH SEX & POLITIK

17. Juni 2014,

© Remo Casilli, Romvon Pieke Biermann

 

Bäuchlings in die Freiheit?

1971 platzten Frauen mit dem Slogan “Mein Bauch gehört mir!” in die westdeutsche Öffentlichkeit; es ging um die Abschaffung eines Instruments zur Kriminalisierung von Frauen: des § 218.  Der hatte vermutlich kein einziges ungeborenes Leben geschützt, aber massenweise geborenes Leben gefährdet, verletzt, nachhaltig geschädigt und nicht selten getötet: das von Frauen, die abgetrieben hatten. (more…)

Sabine Mohamed

19. Januar 2012,

Überlegungen zu geschlechterpolitischen Bündnissen, ihre Chancen, ihre Probleme und Totgeburten

Das Konzept der globalen Schwesternschaft ist verworfen. Verworfen, weil die Vorstellung, dass es einen Universalismus unter Frauen gäbe, sich als zu eng erwies. Indessen die Vorstellung, Frauen seien ein in einer patriarchalen Gesellschaft unterdrücktes Kollektiv, bei einigen weißen Feminist_innen noch immer existiert. Dabei blenden sie nichts weniger als die Verschränkungen von sozialen, strukturellen Ungleichheitsverhältnissen in einem rassistischen, kapitalistischen System aus oder übersehen diese, weil sie wollen und machen sich zu Kompliz_innen dessen. Das macht das Konzept der globalen Schwesternschaft für (das) feministische Projekt(e) nicht mehr tragfähig. (more…)

Beate Müller-Gemmeke

25. November 2011,

Politik ohne Bündnisse? Bündnisse ohne Politik?

Es bleibt unvorstellbar. Das Eine verlangt das Andere und umgekehrt. Bündnisse gibt es auf den unterschiedlichsten Ebenen – gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch. Diese Bündnisse geben uns Politiker_innen Rückhalt und Feedback und sind wichtige Partnerschaften, um politische Ziele und Vorhaben in die Gesellschaft zu tragen (vgl. Monika Lazar). Auch für eine geschlechtergerechte Gesellschaft brauchen wir gute und starke Bündnisse, weil sie dazu beitragen, dass unser Handeln wirkt und nicht an den Menschen vorbeigeht. In Bündnissen treffe ich auch wichtige Multiplikator_innen. Sie haben vielfältige Möglichkeiten, Menschen für oft auch schwer zugängliche Themen zu sensibilisieren. (more…)

Sonja Eismann

26. Oktober 2011,

Die Dritte Welle und die projektbasierte Polis

Das Urteil, das über die heutige Frauenbewegung am häufigsten zu hören ist, ist jenes, dass sie gar keine sei. Fürwahr: politisch wirksame, deutlich sichtbare Großaktionen, in denen Frauen mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen für gemeinsame Ziele kämpfen und auf die Straße gehen, gibt es heute nicht mehr – auch wenn der gerade zum ersten Mal in Deutschland über die Bühne gegangene „Slutwalk“ ein erster zarter Vorbote eines solchen Revivals sein könnte. Dennoch: Vorbei die Zeiten der Zweiten Frauenbewegung in den 1960er und 70er Jahren, in denen Frauen klassenübergreifend und mit neu erwachtem kämpferischem Bewusstsein für ihre Rechte eintraten. (more…)

„Bündnisse – Ein Weg zu erfolgreicher Geschlechterpolitik? Was ist der Streit Wert?“

4. Oktober 2011,

Unter dieser Fragestellung möchte das Gunda-Werner-Institut alle einladen, sich an unserer aktuellen Online-Debatte zu beteiligen und zugleich die letzte online-Debatte „Grüne Feministen und ‚Männerrechtler‘ fordern Frauen- und Geschlechterpolitik heraus“ von 2010 weiter führen.

Denn auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten geschlechterpolitische Fortschritte errungen wurden, ist eine emanzipative Geschlechterpolitik in vielen Bereichen rückläufig oder stagniert. Von einem einheitlichen feministischen „Wir“ ist heute nicht mehr auszugehen. Frauenpolitische Ansätze haben sich ausdifferenziert und sind sichtbar divers, auch emanzipierte Männer diskutieren mit. Ist Bündnispolitik eine Chance, geschlechterpolitische Ziele zu erreichen und aus der geschlechterpolitischen Stagnation bzw. dem Roll Back heraus zu kommen? Welche Bündnisformen und Bündnisse sollten Feministinnen (nicht) eingehen? Wie sollte Bündnispolitik gestaltet werden, um feministische und emanzipatorische Ziele zu erreichen? Was ist erforderlich? Wer ist einzubinden, warum? Dies sind für uns zentrale Fragen.

Wir blicken mit verschiedenen Perspektiven auf Potenziale und Chancen von Bündnissen ebenso wie auf Grenzen und Probleme von Bündnispolitiken und freuen uns über Kommentare zu den Beiträgen auf dem Blog (http://streit-wert.boellblog.org/) oder einem eigenen Artikel an die E-Mail gwi@boell.de.

Kontakt: Sabine Mohamed, E-Mail gwi@boell.de T 030-28534-122

 

Nadine Lantzsch

4. Oktober 2011,

Widerstand mit Hindernissen – Fallstricke queer/feministischer Bündnispolitik

Mit dem Satz „Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus!“ leiten die Soziologinnen Gabriele Winker und Melanie Groß ihren Text zu „Queer-/Feministische Praxen in Bewegung“ [1] ein und rekurrieren damit auf eine Geschlechterpolitik, die das emanzipatorische und zuweilen radikale Potenzial feministischer Ansätze nicht mehr nötig hat. Denn das feministische Projekt, so wie es ursprünglich angedacht war – als Befreiungsbewegung für ein konstruiertes Kollektivsubjekt – hat ausgedient. (more…)

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