Positionierung « Was ist der Streit-Wert?

Artikel getagged mit ‘Positionierung’

Die Prostitutionsdebatte – ein Streit um Sexualität

16. Juli 2014,

Lohausvon Stefanie Lohaus

 

Seit September 2013 lässt sich in verschiedenen feministischen Zusammenhängen beobachten, wie sich dort FeministInnen* in BefürworterInnen* und GegnerInnen* des sogenannten „nordischen Modells“ spalten. Je länger debattiert und je mehr Argumente auf den Tisch kommen, desto deutlicher wird, dass es dabei in erster Linie gar nicht unbedingt um Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung oder um die Reform des liberalen Prostitutionsgesetztes in Deutschland geht, sondern um verschiedene Sichtweisen in Bezug auf Sexualität. (more…)

Aimee Carrillo Rowe

22. November 2011,

“Wir”-Fragen: Überlegungen zur Bedeutung differenzbasierter Bündnisse

Feministische Bündnisse sind unerlässlich für eine fortschrittliche Politik, denn sie bergen Potenziale für die Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Ich unterscheide „Bündnisse“ aufgrund ihrer nachhaltigen Beständigkeit von „Koalitionen“, die von strategischen und in der Regel kurzen Beziehungen geprägt sind. Explizit „feministische“ Bündnisse bieten Raum für politische Intimität, die nicht nur individuelles, sondern auch kollektives Bewusstsein und sogar Institutionen verändern können. Feministische Bündnisse müssen aber auch intersektional  sein. (more…)

Martin Rosowski

9. November 2011,

Bündnisse statt Seilschaften – Ein Plädoyer für geschlechtergerechte Gleichstellungspolitik

In Zeiten der Vernetzung und der Konzentration von Kräften wird es ohne eine Verständigung über Möglichkeiten und Grenzen gemeinsamer Strategien nicht gehen. Doch Bündnisse sind keine Seilschaften, in denen die Absicherung der gegenseitigen Machtinteressen im Vordergrund steht. Ebenso wenig möchte ich Bündnisse auch im ursprünglichen Sinne ihrer Bedeutungsgeschichte verstehen: nämlich im Sinne der „Verbündung“ gegen andere, zumeist die Feinde im Krieg.

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Marion Böker

7. November 2011,

Wo viele Schwalben sind ist Sommer - Geschlechterpolitik braucht strategisch wie menschlich Bündnisse

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: Ursprung des Sprichwortes ist eine Fabel von Äsop: Ein Mann verkauft seinen Mantel, weil er nach der Sichtung einer einzelnen Schwalbe davon ausgeht, dass der Sommer naht. Fortan muss er frieren, denn es bleibt kalt und die zu früh zurückgekehrte Schwalbe erfriert.[1] (more…)

Katja Kinder

12. Oktober 2011,

Das Eingehen von Bündnissen ist eine bedeutende Investition!

Am Anfang eines solchen Prozesses ist das Ergebnis in ihrer (positiven oder negativen) Wirkungskraft überhaupt nicht einschätzbar. Der Wunsch nach nachhaltigen sozial-politischen Veränderungen macht immer wieder neue Bündniskonstellationen erforderlich. Als Schwarze Aktivistin in Deutschland zielt meine Bündnispolitik, vor allem auf die Veränderung von Herrschaftsstrukturen auf der Ebene ihrer symbolischen Verankerung. Im Zentrum dieses Bestreben steht die Verfügung über sich selbst und die eigenen Ressourcen. (more…)

Eske Wollrad

5. Oktober 2011,

White bond  – Welche Frage stellt sich vor der Bündnisfrage?

Bevor wir uns fragen, welche Bündnisse wir eingehen möchten, sollten wir sorgfältig unsere Mitgliedschaften in schon existierenden Bündnissen überprüfen. Für solche, die mehrfach privilegiert sind, stellt das eine besondere Herausforderung dar, denn oftmals ist das Bewusstsein über solche Mitgliedschaften gar nicht vorhanden. Ich habe viel gelernt von Frauen of Color, die von der White bond sprechen – dem Weißen Bündnis, dem Weiße von Geburt an angehören und in dem sie systematisch trainiert werden, Lügen für wahr zu halten. Es gibt auch andere Bündnisse: (more…)

„Bündnisse – Ein Weg zu erfolgreicher Geschlechterpolitik? Was ist der Streit Wert?“

4. Oktober 2011,

Unter dieser Fragestellung möchte das Gunda-Werner-Institut alle einladen, sich an unserer aktuellen Online-Debatte zu beteiligen und zugleich die letzte online-Debatte „Grüne Feministen und ‚Männerrechtler‘ fordern Frauen- und Geschlechterpolitik heraus“ von 2010 weiter führen.

Denn auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten geschlechterpolitische Fortschritte errungen wurden, ist eine emanzipative Geschlechterpolitik in vielen Bereichen rückläufig oder stagniert. Von einem einheitlichen feministischen „Wir“ ist heute nicht mehr auszugehen. Frauenpolitische Ansätze haben sich ausdifferenziert und sind sichtbar divers, auch emanzipierte Männer diskutieren mit. Ist Bündnispolitik eine Chance, geschlechterpolitische Ziele zu erreichen und aus der geschlechterpolitischen Stagnation bzw. dem Roll Back heraus zu kommen? Welche Bündnisformen und Bündnisse sollten Feministinnen (nicht) eingehen? Wie sollte Bündnispolitik gestaltet werden, um feministische und emanzipatorische Ziele zu erreichen? Was ist erforderlich? Wer ist einzubinden, warum? Dies sind für uns zentrale Fragen.

Wir blicken mit verschiedenen Perspektiven auf Potenziale und Chancen von Bündnissen ebenso wie auf Grenzen und Probleme von Bündnispolitiken und freuen uns über Kommentare zu den Beiträgen auf dem Blog (http://streit-wert.boellblog.org/) oder einem eigenen Artikel an die E-Mail gwi@boell.de.

Kontakt: Sabine Mohamed, E-Mail gwi@boell.de T 030-28534-122

 

Nadine Lantzsch

4. Oktober 2011,

Widerstand mit Hindernissen – Fallstricke queer/feministischer Bündnispolitik

Mit dem Satz „Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus!“ leiten die Soziologinnen Gabriele Winker und Melanie Groß ihren Text zu „Queer-/Feministische Praxen in Bewegung“ [1] ein und rekurrieren damit auf eine Geschlechterpolitik, die das emanzipatorische und zuweilen radikale Potenzial feministischer Ansätze nicht mehr nötig hat. Denn das feministische Projekt, so wie es ursprünglich angedacht war – als Befreiungsbewegung für ein konstruiertes Kollektivsubjekt – hat ausgedient. (more…)

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