Patriarchat « Was ist der Streit-Wert?

Artikel getagged mit ‘Patriarchat’

Macht, Herrschaft und die männliche Nachfrage nach käuflicher Sexualität

5. August 2014, Comments (2)

Gerheim_ Udo_2von Udo Gerheim

 

Was ist Prostitution

Die heterosexuelle Prostitution ist eine geldbasierte soziale Beziehung. Die Handlungslogik wird bestimmt durch den Austausch sexueller Handlungen, die der Prostitutionskunde im Rahmen eines klar umgrenzten Zeitraums von einer weiblichen Sexarbeiterin käuflich erwirbt. (more…)

Sex-Positiv gegen eine Tradition und Kultur des Beschämens

3. Juli 2014,

LauraMeritt (c)PollyFannlaf1von Laura Mérrit

 

„Es ist nicht Aufgabe des Staates, Menschen vor den Folgen ihrer Lebensentscheidungen zu bewahren, die sie in freier Selbstverantwortung getroffen haben. Freiwilligkeit bedeutet im Zusammenhang mit dem sexuellen Selbstbestimmungsrecht, dass Individuen frei über das Ob, das Wann und das Wie einer sexuellen Begegnung entscheiden können.“ (more…)

Sex als Diensleistung oder Recht auf sexuellen Egoismus?

25. Juni 2014,

Antje Schruppvon Antje Schrupp

 

Aktuell scheint Schwedens Prostitutionsgesetz auch ein Vorbild für Deutschland. Doch gesetzliche Verschärfungen, gar ein Verbot von Prostitution würde vor allem den Sexarbeiterinnen schaden. Auch wenn nur Freier direkt bestraft werden sollen, würde eine Illegalisierung zwangsläufig auch die betroffenen Frauen rechtloser machen, sie hätten es dann schwerer, sich abzusichern, sich zu wehren, soziale Hilfestrukturen in Anspruch zu nehmen, sich generell zu organisieren. (more…)

Ahmad Mansour

30. Dezember 2011,

Ein deutscher Frühling wider dem Partriarchat

Mein Name ist Ahmad Mansour, ich bin Diplom- Psychologe, lebe seit sieben Jahren in Deutschland und arbeite als Gruppenleiter bei Heroes. Für mich ist Heroes nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein persönlicher Entwicklungsprozess. In diesem Raum habe ich gelernt meine Einstellungen in Frage zu stellen, reflektiert zu denken und bestimmte Ängste zu beseitigen. Dort habe ich gelernt, Gleichberechtigung zum Lebensziel zu machen. (more…)

Mona Hanafi El Siofi

16. November 2011,

Jede Revolution ist eine Chance – auch für ägyptische Frauen?

Wie alle Zusammenschlüsse werden politisch motivierte Bündnisse wegen gemeinsamer Interessen eingegangen. Mit ausreichend breitem Rückhalt in der Zivilbevölkerung und an Schlüsselpositionen mögen sie sogar zu einer Speerspitze werden, die selbst den apodiktischen Starrsinn eines totalitären Regimes durchdringt. Je heterogener die einzelnen Bündnisparteien in sich oder im Verhältnis zueinander sind, desto zerbrechlicher sind freilich die Allianzen – und das wohl spätestens dann, nachdem ein konkret verbindendes Ziel im Wesentlichen erreicht worden ist und das weitere Vorgehen verhandelt wird.

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Andreas Borter

24. Oktober 2011,

Statt Geschlechterkampf – ein Dialog auf Augenhöhe

Basierend einerseits auf meinen Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren als politische Lobbyorganisation gemacht haben, andrerseits auf der Strategie von männer.ch, welche für uns in der Ausgestaltung von Bündnissen und Allianzen wegleitend ist. Darin zeigt sich auch die Haltung und die Rolle, in welcher wir uns in der Bündnispolitik sehen: männer.ch erkennt an, dass es nach wie vor Benachteiligungen von Frauen gibt (z.B. Lohnungleichheit) und es deshalb nach wie vor Massnahmen braucht, um diese zu beheben. Auch auf Männerseite existieren Benachteiligungen, sowohl legislative (z.B. Dienstpflicht, Rentenalter, Scheidungsrecht) wie auch normative (z.B. die mit der traditionellen Männerrolle verbundenen Gesundheitsrisiken). Gleichzeitig stellen wir uns auf den Standpunkt, dass ein gegenseitiges Aufwägen der Benachteiligungen beider Geschlechter nicht zielführend ist. Oder zugespitzt gefragt: Wie soll sich schon ermessen lassen, ob es «besser» ist, acht Prozent weniger zu verdienen oder fünf Jahre früher zu sterben? (more…)

Inge von Bönninghausen

4. Oktober 2011,

Bündnisse – ein Weg zu erfolgreicher Geschlechterpolitik?

Ein bisschen Geschichte tut immer gut: „Wir Frauen gemeinsam sind stark“ – diese Zeile stammt aus einem Lied, das Rio Reiser (Ton Steine Scherben) 1971 für Helke Sanders Film „eine Prämie für Irene“ geschrieben hat, und diese Zeile wurde zum erfahrungsgesättigten Slogan der autonomen Frauenbewegung. Raus aus der häuslichen Vereinzelung, für die jede Frau vorbestimmt war – die Studentin nur etwas später als die Verkäuferin, aber beide mit dem ersten Kind. Erfahren, wie andere Frauen leben, denken, fühlen, Gemeinsamkeiten entdecken, sich aus männlicher Bevormundung und Rollenzwängen befreien: auf diesem Boden wuchs ein „Wir“, das sichtbar war bei Demos, Energie auflud im Frauenzentrum, Neues schuf mit Frauenbuchläden, Verlagen, Cafés Beratungsstellen, Frauenforschung und mehr. So wie das Bewusstsein von den vielfältigen Benachteiligungen wuchs, so verzweigten sich auch die Motive, aus denen heraus Frauen sich zusammen schlossen beispielsweise in Berufsverbänden oder aufgrund einer spezifischen Diskriminierung etwa als behinderte Frauen oder Migrantinnen. (more…)

Nadine Lantzsch

4. Oktober 2011,

Widerstand mit Hindernissen – Fallstricke queer/feministischer Bündnispolitik

Mit dem Satz „Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus!“ leiten die Soziologinnen Gabriele Winker und Melanie Groß ihren Text zu „Queer-/Feministische Praxen in Bewegung“ [1] ein und rekurrieren damit auf eine Geschlechterpolitik, die das emanzipatorische und zuweilen radikale Potenzial feministischer Ansätze nicht mehr nötig hat. Denn das feministische Projekt, so wie es ursprünglich angedacht war – als Befreiungsbewegung für ein konstruiertes Kollektivsubjekt – hat ausgedient. (more…)

Hans-Joachim Lenz

12. Oktober 2010,

Und wo bleibt die männliche Verletzbarkeit?

Geschlechterforschung, Geschlechterpolitik und daraus abgeleitete politische Programme wie Gender Mainstreaming klammern bislang die Wahrnehmung der männlichen Verletzbarkeit aus. Diese Geschlechterdiskurse unterliegen einer asymmetrischen Verzerrung in der Beschreibung beider Geschlechter und vollziehen diese selber oder unterstützen sie zumindest. (more…)

Sabine Hark

11. August 2010,

Sind Jungs so?

„Jungs sind so!“ titelt die ZEIT vom 5. August 2010. So nämlich: Sie versagen in der Schule, sie können, wie der Erziehungswissenschaftler Klaus Hurrelmann im Zeit-Gespräch feststellt, die heute relevanten sozialen Codes nicht knacken, weshalb sie sich in der Schule, die obendrein von Lehrerinnen dominiert sei, nicht zurecht finden; sie brauchen Raum, Zeit und Gelegenheit zum Raufen und Toben, weil sie „vom Naturell her raumgreifender“ sind; sie können nicht still sitzen und lesen lieber Comics statt Erzählungen; sie verstehen wahlweise sich selbst oder die Welt nicht und sind von pubertären Hormonstürmen gebeutelt. So oder ähnlich können wir es seit geraumer Zeit von Woche zu Woche mal in der ZEIT, mal im Spiegel, im Focus, in der FAZ und ohnehin im Internet lesen. Mit Verlaub: das ist Sexismus pur. (more…)

Volker Handke

10. August 2010,

Anmerkungen zu einer Scheindebatte

Die Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Niersteiner Erklärung und den sogenannten Männerechtlern als Debatte zu bezeichnen, überschätzt die breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit der Geschlechterfrage. Es scheint sich eher um eine hitzige Diskussion unter ExpertInnen und prominenten Akteuren eines erstarrten Genres zu handeln. (more…)

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