Artikel getagged mit ‘intersektional’
19. Januar 2012,
Überlegungen zu geschlechterpolitischen Bündnissen, ihre Chancen, ihre Probleme und Totgeburten
Das Konzept der globalen Schwesternschaft ist verworfen. Verworfen, weil die Vorstellung, dass es einen Universalismus unter Frauen gäbe, sich als zu eng erwies. Indessen die Vorstellung, Frauen seien ein in einer patriarchalen Gesellschaft unterdrücktes Kollektiv, bei einigen weißen Feminist_innen noch immer existiert. Dabei blenden sie nichts weniger als die Verschränkungen von sozialen, strukturellen Ungleichheitsverhältnissen in einem rassistischen, kapitalistischen System aus oder übersehen diese, weil sie wollen und machen sich zu Kompliz_innen dessen. Das macht das Konzept der globalen Schwesternschaft für (das) feministische Projekt(e) nicht mehr tragfähig. (weiterlesen …)
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15. Dezember 2011,
Klartext – Es geht ums Ganze und um Alles!
// Erst hörte ich jemanden auf mich schimpfen. So spürte ich erstmals den Hass. Dann erfuhr ich von Diskriminierung. Später entdeckte ich Rassismus. Deshalb schrieb und schrieb und schrieb ich davon. Und schließlich sah ich das Leid der Anderen. Jetzt schreib ich erst jetzt. // (weiterlesen …)
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22. November 2011,
“Wir”-Fragen: Überlegungen zur Bedeutung differenzbasierter Bündnisse
Feministische Bündnisse sind unerlässlich für eine fortschrittliche Politik, denn sie bergen Potenziale für die Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Ich unterscheide „Bündnisse“ aufgrund ihrer nachhaltigen Beständigkeit von „Koalitionen“, die von strategischen und in der Regel kurzen Beziehungen geprägt sind. Explizit „feministische“ Bündnisse bieten Raum für politische Intimität, die nicht nur individuelles, sondern auch kollektives Bewusstsein und sogar Institutionen verändern können. Feministische Bündnisse müssen aber auch intersektional sein. (weiterlesen …)
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7. November 2011,
Wo viele Schwalben sind ist Sommer - Geschlechterpolitik braucht strategisch wie menschlich Bündnisse
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: Ursprung des Sprichwortes ist eine Fabel von Äsop: Ein Mann verkauft seinen Mantel, weil er nach der Sichtung einer einzelnen Schwalbe davon ausgeht, dass der Sommer naht. Fortan muss er frieren, denn es bleibt kalt und die zu früh zurückgekehrte Schwalbe erfriert.[1] (weiterlesen …)
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26. Oktober 2011,
Die Dritte Welle und die projektbasierte Polis
Das Urteil, das über die heutige Frauenbewegung am häufigsten zu hören ist, ist jenes, dass sie gar keine sei. Fürwahr: politisch wirksame, deutlich sichtbare Großaktionen, in denen Frauen mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen für gemeinsame Ziele kämpfen und auf die Straße gehen, gibt es heute nicht mehr – auch wenn der gerade zum ersten Mal in Deutschland über die Bühne gegangene „Slutwalk“ ein erster zarter Vorbote eines solchen Revivals sein könnte. Dennoch: Vorbei die Zeiten der Zweiten Frauenbewegung in den 1960er und 70er Jahren, in denen Frauen klassenübergreifend und mit neu erwachtem kämpferischem Bewusstsein für ihre Rechte eintraten. (weiterlesen …)
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4. Oktober 2011,
Unter dieser Fragestellung möchte das Gunda-Werner-Institut alle einladen, sich an unserer aktuellen Online-Debatte zu beteiligen und zugleich die letzte online-Debatte „Grüne Feministen und ‚Männerrechtler‘ fordern Frauen- und Geschlechterpolitik heraus“ von 2010 weiter führen.
Denn auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten geschlechterpolitische Fortschritte errungen wurden, ist eine emanzipative Geschlechterpolitik in vielen Bereichen rückläufig oder stagniert. Von einem einheitlichen feministischen „Wir“ ist heute nicht mehr auszugehen. Frauenpolitische Ansätze haben sich ausdifferenziert und sind sichtbar divers, auch emanzipierte Männer diskutieren mit. Ist Bündnispolitik eine Chance, geschlechterpolitische Ziele zu erreichen und aus der geschlechterpolitischen Stagnation bzw. dem Roll Back heraus zu kommen? Welche Bündnisformen und Bündnisse sollten Feministinnen (nicht) eingehen? Wie sollte Bündnispolitik gestaltet werden, um feministische und emanzipatorische Ziele zu erreichen? Was ist erforderlich? Wer ist einzubinden, warum? Dies sind für uns zentrale Fragen.
Wir blicken mit verschiedenen Perspektiven auf Potenziale und Chancen von Bündnissen ebenso wie auf Grenzen und Probleme von Bündnispolitiken und freuen uns über Kommentare zu den Beiträgen auf dem Blog (http://streit-wert.boellblog.org/) oder einem eigenen Artikel an die E-Mail gwi@boell.de.
Kontakt: Sabine Mohamed, E-Mail gwi@boell.de T 030-28534-122
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6. September 2010,
Die Herausforderungen liegen woanders
Es gibt keinen Streit und auch keine Debatte mit den Männerrechtlern, sondern einzig ein Nebeneinanderherreden, was auch gut so ist.
Die durch das Männermanifest neu angestoßene Debatte ist nicht als Streit zu bewerten, sondern als Anstoß, endlich gemeinsam Geschlechterpolitik zu machen. (weiterlesen …)
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10. August 2010,
Anmerkungen zu einer Scheindebatte
Die Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Niersteiner Erklärung und den sogenannten Männerechtlern als Debatte zu bezeichnen, überschätzt die breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit der Geschlechterfrage. Es scheint sich eher um eine hitzige Diskussion unter ExpertInnen und prominenten Akteuren eines erstarrten Genres zu handeln. (weiterlesen …)
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3. August 2010,
Männer-Trouble und privilegierte Krisen
Es ist interessant zu beobachten, dass der Diskurs um die Probleme junger Männer, die in der Tat ernst genommen werden müssen, sehr schnell auf fehlende männliche Vorbilder, Instabilität der Geschlechterrollen und Verunsicherung in Zeiten neoliberaler Marktregimes rekurriert. (weiterlesen …)
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29. Juli 2010,
Immergleiches, Wohlstandsprobleme und Gemeinplätze – wir brauchen eine gelassene und differenzierte Debatte um Männlichkeiten.
Feministische Theorie, emanzipatorische Politik und Männer- und Männlichkeitsforschung haben viel zur Verbesserung von Chancengleichheit und Geschlechterdemokratie zu bieten. Die Begleitmusik von Antifeministen sowie von „Grünen Feministen“ ist hingegen aus der Zeit gefallen. (weiterlesen …)
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