Gewalt « Was ist der Streit-Wert?

Artikel getagged mit ‘Gewalt’

Sabine Mohamed

19. Januar 2012,

Überlegungen zu geschlechterpolitischen Bündnissen, ihre Chancen, ihre Probleme und Totgeburten

Das Konzept der globalen Schwesternschaft ist verworfen. Verworfen, weil die Vorstellung, dass es einen Universalismus unter Frauen gäbe, sich als zu eng erwies. Indessen die Vorstellung, Frauen seien ein in einer patriarchalen Gesellschaft unterdrücktes Kollektiv, bei einigen weißen Feminist_innen noch immer existiert. Dabei blenden sie nichts weniger als die Verschränkungen von sozialen, strukturellen Ungleichheitsverhältnissen in einem rassistischen, kapitalistischen System aus oder übersehen diese, weil sie wollen und machen sich zu Kompliz_innen dessen. Das macht das Konzept der globalen Schwesternschaft für (das) feministische Projekt(e) nicht mehr tragfähig. (more…)

Ahmad Mansour

30. Dezember 2011,

Ein deutscher Frühling wider dem Partriarchat

Mein Name ist Ahmad Mansour, ich bin Diplom- Psychologe, lebe seit sieben Jahren in Deutschland und arbeite als Gruppenleiter bei Heroes. Für mich ist Heroes nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein persönlicher Entwicklungsprozess. In diesem Raum habe ich gelernt meine Einstellungen in Frage zu stellen, reflektiert zu denken und bestimmte Ängste zu beseitigen. Dort habe ich gelernt, Gleichberechtigung zum Lebensziel zu machen. (more…)

Malathi de Alwis

14. November 2011,

Zu welchem Preis? – Internationale/Transnationale feministische Bündnisse

Seit dem Entstehen einer globalen feministischen Bewegung engagieren sich Feministinnen aus dem Norden und Süden in internationalen/transnationalen Bündnissen. Ich behaupte, dass ihre Internationalität eine der größten Stärken sowohl der feministischen als auch der linken Bewegung ist (neben der Tatsache, dass sie sich aus Ideologien speisen, die Ergebnis politischer Kämpfe waren). Die UN-Frauenkonferenzen in Mexiko, Kopenhagen, Nairobi und Peking haben das Gefühl internationaler Solidarität unter Feministinnen weiter gestärkt. (more…)

Marion Böker

7. November 2011,

Wo viele Schwalben sind ist Sommer - Geschlechterpolitik braucht strategisch wie menschlich Bündnisse

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: Ursprung des Sprichwortes ist eine Fabel von Äsop: Ein Mann verkauft seinen Mantel, weil er nach der Sichtung einer einzelnen Schwalbe davon ausgeht, dass der Sommer naht. Fortan muss er frieren, denn es bleibt kalt und die zu früh zurückgekehrte Schwalbe erfriert.[1] (more…)

Monika Lazar

13. Oktober 2011,

Politik gelingt gemeinsam

Politik ist in meinem Verständnis immer Bündnispolitik. Nur, wenn ich andere gewinne, überzeuge, motiviere, kann Politik gelingen, kann ich meine Vorstellungen voranbringen und umsetzen. Politik ist dabei ein Prozess, in dem es im Austausch, in der Zusammenarbeit, in der Kommunikation mit vielen anderen darum geht, möglichst viel von meinen Zielen umzusetzen – aber diese eben auch einem Realitätscheck zu unterziehen. (more…)

Katja Kinder

12. Oktober 2011,

Das Eingehen von Bündnissen ist eine bedeutende Investition!

Am Anfang eines solchen Prozesses ist das Ergebnis in ihrer (positiven oder negativen) Wirkungskraft überhaupt nicht einschätzbar. Der Wunsch nach nachhaltigen sozial-politischen Veränderungen macht immer wieder neue Bündniskonstellationen erforderlich. Als Schwarze Aktivistin in Deutschland zielt meine Bündnispolitik, vor allem auf die Veränderung von Herrschaftsstrukturen auf der Ebene ihrer symbolischen Verankerung. Im Zentrum dieses Bestreben steht die Verfügung über sich selbst und die eigenen Ressourcen. (more…)

Rita Schäfer

11. Oktober 2011,

Den deutschen Gartenzaun überwinden

Thesen zur Friedens- und Sicherheitspolitik sowie zur Gender-Forschung

I. Chancen und Grenzen von Bündnispolitik: Gibt es ein „wir“ im Bündnis? Welche Bedingungen sind für erfolgreiche (transnationale) inklusive geschlechterpolitische Bündnisse notwendig bzw. müssen überdacht werden? (more…)

„Bündnisse – Ein Weg zu erfolgreicher Geschlechterpolitik? Was ist der Streit Wert?“

4. Oktober 2011,

Unter dieser Fragestellung möchte das Gunda-Werner-Institut alle einladen, sich an unserer aktuellen Online-Debatte zu beteiligen und zugleich die letzte online-Debatte „Grüne Feministen und ‚Männerrechtler‘ fordern Frauen- und Geschlechterpolitik heraus“ von 2010 weiter führen.

Denn auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten geschlechterpolitische Fortschritte errungen wurden, ist eine emanzipative Geschlechterpolitik in vielen Bereichen rückläufig oder stagniert. Von einem einheitlichen feministischen „Wir“ ist heute nicht mehr auszugehen. Frauenpolitische Ansätze haben sich ausdifferenziert und sind sichtbar divers, auch emanzipierte Männer diskutieren mit. Ist Bündnispolitik eine Chance, geschlechterpolitische Ziele zu erreichen und aus der geschlechterpolitischen Stagnation bzw. dem Roll Back heraus zu kommen? Welche Bündnisformen und Bündnisse sollten Feministinnen (nicht) eingehen? Wie sollte Bündnispolitik gestaltet werden, um feministische und emanzipatorische Ziele zu erreichen? Was ist erforderlich? Wer ist einzubinden, warum? Dies sind für uns zentrale Fragen.

Wir blicken mit verschiedenen Perspektiven auf Potenziale und Chancen von Bündnissen ebenso wie auf Grenzen und Probleme von Bündnispolitiken und freuen uns über Kommentare zu den Beiträgen auf dem Blog (http://streit-wert.boellblog.org/) oder einem eigenen Artikel an die E-Mail gwi@boell.de.

Kontakt: Sabine Mohamed, E-Mail gwi@boell.de T 030-28534-122

 

Inge von Bönninghausen

4. Oktober 2011,

Bündnisse – ein Weg zu erfolgreicher Geschlechterpolitik?

Ein bisschen Geschichte tut immer gut: „Wir Frauen gemeinsam sind stark“ – diese Zeile stammt aus einem Lied, das Rio Reiser (Ton Steine Scherben) 1971 für Helke Sanders Film „eine Prämie für Irene“ geschrieben hat, und diese Zeile wurde zum erfahrungsgesättigten Slogan der autonomen Frauenbewegung. Raus aus der häuslichen Vereinzelung, für die jede Frau vorbestimmt war – die Studentin nur etwas später als die Verkäuferin, aber beide mit dem ersten Kind. Erfahren, wie andere Frauen leben, denken, fühlen, Gemeinsamkeiten entdecken, sich aus männlicher Bevormundung und Rollenzwängen befreien: auf diesem Boden wuchs ein „Wir“, das sichtbar war bei Demos, Energie auflud im Frauenzentrum, Neues schuf mit Frauenbuchläden, Verlagen, Cafés Beratungsstellen, Frauenforschung und mehr. So wie das Bewusstsein von den vielfältigen Benachteiligungen wuchs, so verzweigten sich auch die Motive, aus denen heraus Frauen sich zusammen schlossen beispielsweise in Berufsverbänden oder aufgrund einer spezifischen Diskriminierung etwa als behinderte Frauen oder Migrantinnen. (more…)

Nadine Lantzsch

4. Oktober 2011,

Widerstand mit Hindernissen – Fallstricke queer/feministischer Bündnispolitik

Mit dem Satz „Der Feminismus ist tot, es lebe der Feminismus!“ leiten die Soziologinnen Gabriele Winker und Melanie Groß ihren Text zu „Queer-/Feministische Praxen in Bewegung“ [1] ein und rekurrieren damit auf eine Geschlechterpolitik, die das emanzipatorische und zuweilen radikale Potenzial feministischer Ansätze nicht mehr nötig hat. Denn das feministische Projekt, so wie es ursprünglich angedacht war – als Befreiungsbewegung für ein konstruiertes Kollektivsubjekt – hat ausgedient. (more…)

Hans-Joachim Lenz

12. Oktober 2010,

Und wo bleibt die männliche Verletzbarkeit?

Geschlechterforschung, Geschlechterpolitik und daraus abgeleitete politische Programme wie Gender Mainstreaming klammern bislang die Wahrnehmung der männlichen Verletzbarkeit aus. Diese Geschlechterdiskurse unterliegen einer asymmetrischen Verzerrung in der Beschreibung beider Geschlechter und vollziehen diese selber oder unterstützen sie zumindest. (more…)

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