Die Cyborgs sind unter uns!

Wie demokratisch sind diese perfekten Hyperwesen?
von Dr. Heike Raab

Vor 30 Jahren schrieb Donna Haraway ein Manifest mit feministisch-utopischem Gehalt. Eine Zukunft von Cyborgs, Wesen zwischen Mensch und Maschine, wurde gezeichnet. Insbesondere Menschen mit Behinderung werden vermehrt als Prototyp der Cyborg imaginiert. Cyborgs? Das sind wir schon! Mit Rolli oder Hörgeräten, Dialyse oder Herzschrittmacher.

Heute scheint der Maschinenmensch also vielfach Realität zu sein: Im wachsenden Maße entstehen Möglichkeiten, menschliche Körper oder Teile des menschlichen Körpers (bio-)technologisch zu optimieren, zu verwerten oder zu […]

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Widerstand durch Selbstermächtigung

von Frigga Haug

Das Cyborg-Manifest bleibt aktuell, denn die Entwicklung der Gen- und Informationstechnologie schreitet rasant voran. 1984, im Geburtsjahr des Manifests, galt es, Bilanz zu ziehen. In negativer Utopie fochten die einen gegen die Entwicklung von Technoscience, welche die Herrschaft des Menschen über die Natur bis zum bitteren Ende angetreten zu haben schien. Utopistisch frohlockten die anderen, die glaubten, dass sich die Menschen der Natur in einem Ausmaß bemeistert hätten, dass die Utopie sehr langen, gesunden Lebens Wirklichkeit werden könne. […]

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Wer programmiert feministisch?

von Jan Schnorrenberg

Wer programmiert feministisch?

In Zeiten der Wikipedia und einem Aufbrechen traditioneller Wissensstrukturen scheint Wissen frei zu sein. Dies ist jedoch nur bedingt richtig: Auch Internettechnologien produzieren Wissensmonopole. Der Harvard Professor Lawrence Lessig verglich schon 1999 in seinem Werk „Code and Other Laws of Cyberspace“ Programmcode mit dem geschriebenen Gesetz.

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Wo viele Schwalben sind ist Sommer – Geschlechterpolitik braucht strategisch wie menschlich Bündnisse

von Marion Böker

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: Ursprung des Sprichwortes ist eine Fabel von Äsop: Ein Mann verkauft seinen Mantel, weil er nach der Sichtung einer einzelnen Schwalbe davon ausgeht, dass der Sommer naht. Fortan muss er frieren, denn es bleibt kalt und die zu früh zurückgekehrte Schwalbe erfriert.[1]

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Statt Geschlechterkampf – ein Dialog auf Augenhöhe

von Andreas Borter

Basierend einerseits auf meinen Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren als politische Lobbyorganisation gemacht haben, andrerseits auf der Strategie von männer.ch, welche für uns in der Ausgestaltung von Bündnissen und Allianzen wegleitend ist. Darin zeigt sich auch die Haltung und die Rolle, in welcher wir uns in der Bündnispolitik sehen: männer.ch erkennt an, dass es nach wie vor Benachteiligungen von Frauen gibt (z.B. Lohnungleichheit) und es deshalb nach wie vor Massnahmen braucht, um diese zu […]

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