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	<title>Kommentare für Was ist der Streit-Wert?</title>
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	<description>Online-Debatten zu Feminismus&#38;Geschlechterdemokratie</description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 May 2013 00:38:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu bist du _anders als die _anderen und was heißt das dann für _uns von Robin</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/05/10/bist-du-_anders-als-die-_anderen-und-was-heist-das-dann-fur-_uns/#comment-1864</link>
		<dc:creator>Robin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 00:38:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich interessiere mich sehr für die Beschneidungsdebatte (und bin vehemente Gegnerin - nebenbei auch noch Feministin), aber muss ganz ehrlich sagen, dass ich kein Wort von diesem Beitrag verstanden habe.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich interessiere mich sehr für die Beschneidungsdebatte (und bin vehemente Gegnerin &#8211; nebenbei auch noch Feministin), aber muss ganz ehrlich sagen, dass ich kein Wort von diesem Beitrag verstanden habe.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grenzen der Religionsfreiheit &#8211; Freiheit in der Religion von Grenzen der Religionsfreiheit – Freiheit in der Religion &#187; Savoir ou se faire avoir</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/05/02/grenzen-der-religionsfreiheit-freiheit-in-der-religion/#comment-1840</link>
		<dc:creator>Grenzen der Religionsfreiheit – Freiheit in der Religion &#187; Savoir ou se faire avoir</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2013 09:49:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Source: von Eva Quistorp [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Source: von Eva Quistorp [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grenzen der Religionsfreiheit &#8211; Freiheit in der Religion von Julia Morgenroth</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/05/02/grenzen-der-religionsfreiheit-freiheit-in-der-religion/#comment-1817</link>
		<dc:creator>Julia Morgenroth</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2013 18:49:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[YeRainbow, ich habe einen Artikel gelesen, in dem geschrieben wird, daß die Beschneidung ursprünglich mal eine Symbolhandlung war (wie Sie auch vermuten), aber nicht um der Mutter ihre Ohnmacht zu demonstrieren, sondern um sich gegen Kindstötung als Mittel der Geburtenkontrolle zu wenden. Ich verlinke ihn unten, er ist sehr lesenswert.
Mir fällt es sehr schwer mir eine abschließende Meinung zu bilden, einerseits finde ich es unmöglich an kleinen Jungs rumzuschnippeln, andererseits habe ich natürlich Respekt vor einer sehr alten Religion. Interessant finde ich, daß es offenbar auch in jüdischen Kreisen Diskussionenn um die Praxis der Beschneidung gibt und dort gehören die Diskussionen auch hin. Wenn es wirklich stimmt, daß Beschneidung eine Symbolhandlung war, die STATT dem Kindsopfer ausgeführt wurde gebe ich zu bedenken, daß im Zeitalter der Pille ein solches &quot;Opfer&quot; nicht mehr notwendig ist. Geburtenkontrolle geht einfacher und risikoloser als mit der Methode Kindstötung.
Viele Grüße von Julia Morgenroth
http://ef-magazin.de/2012/09/23/3717-beschneidung-im-judentum-symbolhandlung-gegen-das-kindesopfer]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>YeRainbow, ich habe einen Artikel gelesen, in dem geschrieben wird, daß die Beschneidung ursprünglich mal eine Symbolhandlung war (wie Sie auch vermuten), aber nicht um der Mutter ihre Ohnmacht zu demonstrieren, sondern um sich gegen Kindstötung als Mittel der Geburtenkontrolle zu wenden. Ich verlinke ihn unten, er ist sehr lesenswert.<br />
Mir fällt es sehr schwer mir eine abschließende Meinung zu bilden, einerseits finde ich es unmöglich an kleinen Jungs rumzuschnippeln, andererseits habe ich natürlich Respekt vor einer sehr alten Religion. Interessant finde ich, daß es offenbar auch in jüdischen Kreisen Diskussionenn um die Praxis der Beschneidung gibt und dort gehören die Diskussionen auch hin. Wenn es wirklich stimmt, daß Beschneidung eine Symbolhandlung war, die STATT dem Kindsopfer ausgeführt wurde gebe ich zu bedenken, daß im Zeitalter der Pille ein solches &#8220;Opfer&#8221; nicht mehr notwendig ist. Geburtenkontrolle geht einfacher und risikoloser als mit der Methode Kindstötung.<br />
Viele Grüße von Julia Morgenroth<br />
<a href="http://ef-magazin.de/2012/09/23/3717-beschneidung-im-judentum-symbolhandlung-gegen-das-kindesopfer" rel="nofollow">http://ef-magazin.de/2012/09/23/3717-beschneidung-im-judentum-symbolhandlung-gegen-das-kindesopfer</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grenzen der Religionsfreiheit &#8211; Freiheit in der Religion von eva Quistorp</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/05/02/grenzen-der-religionsfreiheit-freiheit-in-der-religion/#comment-1801</link>
		<dc:creator>eva Quistorp</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 19:36:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[danke fuer den KOmmentar,
ja, ich fürchte ,dass in diesen uralten patriarchalen
Beschneidungsritualen neben vielen Gründen auch
der mitspielt, die junge Mutter zu entmachten und
die Macht der VÄter, des Väterclans,der Vätergottes
zu legitimieren..darüber trauen sich viele nicht nachzudenken,da es auch ein Famlienfest mit schoenen Erinnerungen an Familieclans ist,aber die Macht der Väter, Onkel ,Brüder über die Töchter und MÜtter zu etablieren  ist ja auch scheinbar modern in vielen FIlmen ,Werbung und auch in hip hop events und SCHoenheitsindustrie der Fall,EQ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danke fuer den KOmmentar,<br />
ja, ich fürchte ,dass in diesen uralten patriarchalen<br />
Beschneidungsritualen neben vielen Gründen auch<br />
der mitspielt, die junge Mutter zu entmachten und<br />
die Macht der VÄter, des Väterclans,der Vätergottes<br />
zu legitimieren..darüber trauen sich viele nicht nachzudenken,da es auch ein Famlienfest mit schoenen Erinnerungen an Familieclans ist,aber die Macht der Väter, Onkel ,Brüder über die Töchter und MÜtter zu etablieren  ist ja auch scheinbar modern in vielen FIlmen ,Werbung und auch in hip hop events und SCHoenheitsindustrie der Fall,EQ</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grenzen der Religionsfreiheit &#8211; Freiheit in der Religion von Boris Schneider</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/05/02/grenzen-der-religionsfreiheit-freiheit-in-der-religion/#comment-1791</link>
		<dc:creator>Boris Schneider</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 17:38:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn Beschneidung, dann nur durch qualifizierte Ärzte, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Und der Mediziner soll selbst entscheiden, ob er eine Beschneidung durchführt oder nicht. Religionsvertreter dürfen NICHT beschneiden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Beschneidung, dann nur durch qualifizierte Ärzte, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Und der Mediziner soll selbst entscheiden, ob er eine Beschneidung durchführt oder nicht. Religionsvertreter dürfen NICHT beschneiden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grenzen der Religionsfreiheit &#8211; Freiheit in der Religion von Angelika Stulte</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/05/02/grenzen-der-religionsfreiheit-freiheit-in-der-religion/#comment-1787</link>
		<dc:creator>Angelika Stulte</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 07:28:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;Ein Sonderrecht, das die Religionsfreiheit absolut und über andere Grundrechte stellt, hat der Bundestag nach einer Anhörung zur Beschneidung von Babyjungen und Jungen zum Glück vermieden.&quot;

Wie das? 
Die aktuelle Regelung erlaubt das Abschneiden der Vorhaut bei männlichen Säuglingen unter 6 Monaten ausdrücklich auch durch von den Religionsgemeinschaften dafür vorgesehene Nichtmediziner. Diese sind für eine effektive Schmerzbekämpfung überhaupt nicht qualifiziert.

&quot;Es ist eine Provokation des Gesetzgebers, dass aktuell ein orthodoxer Rabbi in Berlin die altpatriarchale Beschneidung ohne moderne Schmerzmittel vorgenommen hat.&quot;

Nein, ist es mit dieser Begründung nicht, denn der Bundestag hat mit der o.g. Regelung es ausdrücklich befürwortet, dass das Ablösen und Abschneiden der Vorhaut eine Tortur für den Säugling bleiben kann.

Die Provokation besteht vielmehr darin, dass im genannten Fall das Kind noch zusätzlich dem Infektionsrisiko der metzitza b´peh (Ansaugen von Blut am frisch verwundeten Penis durch den Mohel) ausgesetzt wurde, was durch dieses unsägliche Gesetz dann doch nicht gedeckt wird.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ein Sonderrecht, das die Religionsfreiheit absolut und über andere Grundrechte stellt, hat der Bundestag nach einer Anhörung zur Beschneidung von Babyjungen und Jungen zum Glück vermieden.&#8221;</p>
<p>Wie das?<br />
Die aktuelle Regelung erlaubt das Abschneiden der Vorhaut bei männlichen Säuglingen unter 6 Monaten ausdrücklich auch durch von den Religionsgemeinschaften dafür vorgesehene Nichtmediziner. Diese sind für eine effektive Schmerzbekämpfung überhaupt nicht qualifiziert.</p>
<p>&#8220;Es ist eine Provokation des Gesetzgebers, dass aktuell ein orthodoxer Rabbi in Berlin die altpatriarchale Beschneidung ohne moderne Schmerzmittel vorgenommen hat.&#8221;</p>
<p>Nein, ist es mit dieser Begründung nicht, denn der Bundestag hat mit der o.g. Regelung es ausdrücklich befürwortet, dass das Ablösen und Abschneiden der Vorhaut eine Tortur für den Säugling bleiben kann.</p>
<p>Die Provokation besteht vielmehr darin, dass im genannten Fall das Kind noch zusätzlich dem Infektionsrisiko der metzitza b´peh (Ansaugen von Blut am frisch verwundeten Penis durch den Mohel) ausgesetzt wurde, was durch dieses unsägliche Gesetz dann doch nicht gedeckt wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grenzen der Religionsfreiheit &#8211; Freiheit in der Religion von YeRainbow</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/05/02/grenzen-der-religionsfreiheit-freiheit-in-der-religion/#comment-1786</link>
		<dc:creator>YeRainbow</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 07:22:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich habe länger drüber nachgedacht, auf wen die Neugeborenen- bzw. Kinderbeschneidung eigentlich tatsächlich abziehlt.

Und ich kam drauf, daß es ein alter Trick sein muß, der die Mutter meint.
Man zeigt ihr, die von natur aus besonders dafür verantwortlich ist, ihre Kinder zu beschützen (und jede Mutter kennt die verheerende Wirkung von SChmerzgeschrei ihrer Kinder auf ihre eigene Psyche...), daß sie genau DIES nicht kann.

Ja, man bringt sie mit diesem Trick dazu, ihre Kinder selbst auszuliefern und die Folgen stillschweigend wegzustecken.

Übergriffe auf Kinder meinen niemals NUR das Kind selbst.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe länger drüber nachgedacht, auf wen die Neugeborenen- bzw. Kinderbeschneidung eigentlich tatsächlich abziehlt.</p>
<p>Und ich kam drauf, daß es ein alter Trick sein muß, der die Mutter meint.<br />
Man zeigt ihr, die von natur aus besonders dafür verantwortlich ist, ihre Kinder zu beschützen (und jede Mutter kennt die verheerende Wirkung von SChmerzgeschrei ihrer Kinder auf ihre eigene Psyche&#8230;), daß sie genau DIES nicht kann.</p>
<p>Ja, man bringt sie mit diesem Trick dazu, ihre Kinder selbst auszuliefern und die Folgen stillschweigend wegzustecken.</p>
<p>Übergriffe auf Kinder meinen niemals NUR das Kind selbst.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von Jörg Rupp</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1757</link>
		<dc:creator>Jörg Rupp</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2013 06:23:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1523#comment-1757</guid>
		<description><![CDATA[Es ist sicherlich in der Debatte nicht hilfreich, wenn Äußerungen von Menschen, die sich klar antisemitisch geäußert haben, als &quot;mit die Gäule durchgehen&quot; verharmlost werden. 

Das große Problem am exkludierenden Diskurs in der BEschneidungsfrage führt dazu, dass Menschen, die Fingerspitzengefühl einfordern, ebenso exkludiert werden. Wer nicht bereit ist, mit zu skandalisieren, wird gnadenlos bekämpft. Notfalls mit Verleumdungen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist sicherlich in der Debatte nicht hilfreich, wenn Äußerungen von Menschen, die sich klar antisemitisch geäußert haben, als &#8220;mit die Gäule durchgehen&#8221; verharmlost werden. </p>
<p>Das große Problem am exkludierenden Diskurs in der BEschneidungsfrage führt dazu, dass Menschen, die Fingerspitzengefühl einfordern, ebenso exkludiert werden. Wer nicht bereit ist, mit zu skandalisieren, wird gnadenlos bekämpft. Notfalls mit Verleumdungen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von r4i sdhc</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1755</link>
		<dc:creator>r4i sdhc</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2013 05:17:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Thanks designed for sharing such a fastidious thinking, article is fastidious, thats why i have read it entirely]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Thanks designed for sharing such a fastidious thinking, article is fastidious, thats why i have read it entirely</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Vorhauthäuter und Vorhauthüter* von Gina</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/24/vorhauthauter-und-vorhauthuter/#comment-1719</link>
		<dc:creator>Gina</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 10:55:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Tja, ein schönes Beispiel dafür, das es sehr sonderbare Gründe für eine Beschneidung geben kann. Da hat der Gesetzgeber dem Unfug Tür und Tor geöffnet und ist darauf auch noch Stolz. Die Politik wundert sich das man durch solche Ansichten in Abwehrhaltung zur Religion geht. Arme Kinder...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, ein schönes Beispiel dafür, das es sehr sonderbare Gründe für eine Beschneidung geben kann. Da hat der Gesetzgeber dem Unfug Tür und Tor geöffnet und ist darauf auch noch Stolz. Die Politik wundert sich das man durch solche Ansichten in Abwehrhaltung zur Religion geht. Arme Kinder&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Vorhauthäuter und Vorhauthüter* von Reiner M.</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/24/vorhauthauter-und-vorhauthuter/#comment-1718</link>
		<dc:creator>Reiner M.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 09:10:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die &quot;Vorhauthüter&quot; kämpfen tatsächlich mit einer Vehemenz gegen die Zwangsbeschneidungen. Eine Interpretation, welche hier antisemitische Gründe unterschwellig unterstellt, ist jedoch völlig unangebracht. Schließlich ist es das Ziel selbst bei Phimose den betroffenen Eltern Alternativen aufzuzeigen, welche eine Beschneidung meist überflüssig machen können.

Man kann s/w-denken, aber man darf dann nicht erwarten, dass man jemals versteht, warum sich so viele Menschen in Deutschland, Israel, in den USA oder sonst wo auf der Welt gegen Zwangsbeschneidungen einsetzen. Einem Kind aus feministische oder historischen Gründen Schmerzen zuzufügen, halte ich persönlich für ethisch nicht tragfähig.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Vorhauthüter&#8221; kämpfen tatsächlich mit einer Vehemenz gegen die Zwangsbeschneidungen. Eine Interpretation, welche hier antisemitische Gründe unterschwellig unterstellt, ist jedoch völlig unangebracht. Schließlich ist es das Ziel selbst bei Phimose den betroffenen Eltern Alternativen aufzuzeigen, welche eine Beschneidung meist überflüssig machen können.</p>
<p>Man kann s/w-denken, aber man darf dann nicht erwarten, dass man jemals versteht, warum sich so viele Menschen in Deutschland, Israel, in den USA oder sonst wo auf der Welt gegen Zwangsbeschneidungen einsetzen. Einem Kind aus feministische oder historischen Gründen Schmerzen zuzufügen, halte ich persönlich für ethisch nicht tragfähig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Vorhauthäuter und Vorhauthüter* von Thomas Waran</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/24/vorhauthauter-und-vorhauthuter/#comment-1717</link>
		<dc:creator>Thomas Waran</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 07:39:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aus feministischen Gründen ein Kind zu beschneiden... starker Tobak.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus feministischen Gründen ein Kind zu beschneiden&#8230; starker Tobak.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Symbolic Dedication instead of Circumcision von Till Benz</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/17/symbolic-dedication-instead-of-circumcision/#comment-1690</link>
		<dc:creator>Till Benz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 00:10:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1538#comment-1690</guid>
		<description><![CDATA[Some thoughts about circumcision:

10, maybe 15 years from now:
Do you want to be the boy, 
becoming aware 
that his parents decided for him, 
to limit his sexual sensitivity?

Do you want to be the boy, 
becoming aware 
that what happened to him 
was against all the laws of the country, 
but no one stood up for him 
and many even rejected 
any try to convince his parents?

How would YOU feel???

Imagining his situation 
I get lots of the most intense feelings, 
from rage to sadness, 
from helplessness to desperation,
a feeling of being small and overruled, 
ending up in a total loss 
of confidence in human nature.
But there´s one feeling I surely don´t get: 
Thankfulness to the parents.

There´s one question left to ask:
Would you like  to be his parents?

Join us.
Try to help those boys
 - and their parents.


(überarbeitet, eigentlich sollte die ursrüngliche Fassung, eingegeben am 17.4. aber noch nicht freigeschaltet, jetzt nicht mehr online gestellt werden)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Some thoughts about circumcision:</p>
<p>10, maybe 15 years from now:<br />
Do you want to be the boy,<br />
becoming aware<br />
that his parents decided for him,<br />
to limit his sexual sensitivity?</p>
<p>Do you want to be the boy,<br />
becoming aware<br />
that what happened to him<br />
was against all the laws of the country,<br />
but no one stood up for him<br />
and many even rejected<br />
any try to convince his parents?</p>
<p>How would YOU feel???</p>
<p>Imagining his situation<br />
I get lots of the most intense feelings,<br />
from rage to sadness,<br />
from helplessness to desperation,<br />
a feeling of being small and overruled,<br />
ending up in a total loss<br />
of confidence in human nature.<br />
But there´s one feeling I surely don´t get:<br />
Thankfulness to the parents.</p>
<p>There´s one question left to ask:<br />
Would you like  to be his parents?</p>
<p>Join us.<br />
Try to help those boys<br />
 &#8211; and their parents.</p>
<p>(überarbeitet, eigentlich sollte die ursrüngliche Fassung, eingegeben am 17.4. aber noch nicht freigeschaltet, jetzt nicht mehr online gestellt werden)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von Andreas Boschetsrieder</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1672</link>
		<dc:creator>Andreas Boschetsrieder</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 12:27:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1523#comment-1672</guid>
		<description><![CDATA[Ich denke, ich habe Frau Kajetzke sehr wohl verstanden.

&quot;Man kann mit sehr guten Gründen gegen die Praxis des religiös motivierten Beschneidens sein, findet sich in der Zwei-Lager-Logik dann aber auf einmal auf der Seite mit radikalen und menschenfeindlichen Beschneidungsgegnern, mit denen man freiwillig niemals ein Bier trinken gehen wollen würde.&quot;

Wenn es nur zwei Lager gibt, finden sich in dem einen Lager die Beschneidungskritiker, die &quot;sehr gute Gründe&quot; haben, beim Bier mit &quot;radikalen und menschenfeindlichen Beschneidungsgegnern&quot; wieder, deren z.B. rechtsradikale oder gar antisemitische Thesen sie auf keinen Fall teilen.

Ich kritisiere im Übrigen Frau Kajetzkes Zwei-Lager-Analyse  gar nicht grundsätzlich, sondern wollte lediglich den Blick auf die ganze Palette der Diskursteilnehmer und der Diskursthemen erweitern. 

Meine persönliche Meinung, dass es vor allem einige jüdische Religionsvertreter noch vor (!) Beginn des &quot;Shitstorms&quot; mit Hinweisen auf den Holocaust  zur Bildung der Lager beigetragen haben, sollte m.E. diskursanalytisch einbezogen werden, ohne damit Schuldzuweisungen verbunden werden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, ich habe Frau Kajetzke sehr wohl verstanden.</p>
<p>&#8220;Man kann mit sehr guten Gründen gegen die Praxis des religiös motivierten Beschneidens sein, findet sich in der Zwei-Lager-Logik dann aber auf einmal auf der Seite mit radikalen und menschenfeindlichen Beschneidungsgegnern, mit denen man freiwillig niemals ein Bier trinken gehen wollen würde.&#8221;</p>
<p>Wenn es nur zwei Lager gibt, finden sich in dem einen Lager die Beschneidungskritiker, die &#8220;sehr gute Gründe&#8221; haben, beim Bier mit &#8220;radikalen und menschenfeindlichen Beschneidungsgegnern&#8221; wieder, deren z.B. rechtsradikale oder gar antisemitische Thesen sie auf keinen Fall teilen.</p>
<p>Ich kritisiere im Übrigen Frau Kajetzkes Zwei-Lager-Analyse  gar nicht grundsätzlich, sondern wollte lediglich den Blick auf die ganze Palette der Diskursteilnehmer und der Diskursthemen erweitern. </p>
<p>Meine persönliche Meinung, dass es vor allem einige jüdische Religionsvertreter noch vor (!) Beginn des &#8220;Shitstorms&#8221; mit Hinweisen auf den Holocaust  zur Bildung der Lager beigetragen haben, sollte m.E. diskursanalytisch einbezogen werden, ohne damit Schuldzuweisungen verbunden werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Symbolic Dedication instead of Circumcision von Till Benz</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/17/symbolic-dedication-instead-of-circumcision/#comment-1671</link>
		<dc:creator>Till Benz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 12:14:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1538#comment-1671</guid>
		<description><![CDATA[Isn`t it the duty of the state and the community to protect all children regardless the family they´re raised in?
And can any state finally accept a treatment of any of it´s citizens that is against the laws and the values they are dedicated to?

The parents are extremly important to any child. That limits the possibilities of a state to protect those children without causing more damage than he prevents.
On the other side, how could he stand aside?

I guess it will take more than just one step to change this tradition, but it must be done - perhaps with some strict limited exceptions to leave.

(I hope I managed to express myself in English, despite my lack of practice an knowledge)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Isn`t it the duty of the state and the community to protect all children regardless the family they´re raised in?<br />
And can any state finally accept a treatment of any of it´s citizens that is against the laws and the values they are dedicated to?</p>
<p>The parents are extremly important to any child. That limits the possibilities of a state to protect those children without causing more damage than he prevents.<br />
On the other side, how could he stand aside?</p>
<p>I guess it will take more than just one step to change this tradition, but it must be done &#8211; perhaps with some strict limited exceptions to leave.</p>
<p>(I hope I managed to express myself in English, despite my lack of practice an knowledge)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von Till Benz</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1670</link>
		<dc:creator>Till Benz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 09:52:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1523#comment-1670</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe die Diskussion auch sehr interessiert verfolgt und begleitet und es gab wirklich alles, von ausgesprochen differenzierten über subtil beeinflussenden (und teils inhaltlich falsch) bis zu vollkommen ausfallenden Kommentaren. 
Dabei war es für mich am schockierendsten wie undifferenziert einseitig sich viele Spitzenpolitiker gleich zu Anfang der Diskussion positioniert haben, teils mit haarsträubend unsinnigen Begründungen, ohne jede Klarstellung zum Vorrang des deutschen Rechts vor religiösen Pflichten und in Teilen bis zur Abstimmung über das Gesetz 6 Monate später ohne erkennbare Lernkurve.

Nun ist die Beschneidung allerdings ein Problem, dass aus verschiedenen Perspektiven betrachtet glasklar ist und eine klare Positionierung geradezu verlangt. Nur je nach gewählter Perspektive eben mal in die eine und mal in die andere Richtung.

Wer will es einem Juden vorwerfen, wenn er sich an die deutsche Geschichte erinnert fühlt wenn ein deutsches Gericht mit dem Strafrecht in den Kernbereich seines Glaubens und seiner Privatsphäre eingreift. Oder einem Türken, für den der Staat an dieser Stelle nun endgültig die rote Linie überschritten hat, indem er selbst im Allerprivatesten die Abkehr von der religiösen und kulturellen Identität verlangt.
Und wer will einem Beschneidungsgegner seine Erschütterung und Empörung verübeln, angesichts des Beharrens auf einem Rituals, das in jeder Hinsicht unvereinbar ist mit der Abwägung zwischen Individual- und Kollektivrecht wie sie die Menschenrechte und unsere Rechtsordnung fordern.

Es muss einen Dialog geben. Es muss eine sachliche Diskussion geben. Und es muss eine allgemein verbindliche Regelung gefunden werden, die im Rahmen der deutschen Rechtsordnung alle Argumente und Bedürfnisse angemessen berücksichtigt und niemand überfordert.

Gleichzeitig bitte ich um Verständnis für die, denen bei dieser für viele hoch emotionalen Diskussion auch mal die Gäule durchgehen, denn das sind oft nicht die Verkehrtesten und die sollten wir auf keinen Fall ausschließen.
Ich möchte die Psychologie als Zeugen anführen, die längst weiß dass in manchen Konflikten ein „reinigendes Gewitter“ nicht verkehrt ist und schon gar keine Katastrophe. Im Gegenteil, manchmal kann das sogar helfen um Spannungen loszulassen und durch dieses Loslassen einen konstruktiven Dialog überhaupt erst zu ermöglichen.

Deshalb ist es sicher richtig zur Sachlichkeit zu ermahnen, Respekt einzufordern (von jedem und für jeden, auch wenn man die Position des anderen vielleicht überhaupt nicht nachvollziehen kann) und Argumente anzugreifen statt Personen. 
Gleichzeitig scheint es mir aber genauso wichtig Menschen auch mal zuzugestehen, dass sie sich mal im Ton vergreifen, ohne sich dadurch die Diskussion kaputt machen zu lassen oder gleich jemanden auszuschließen, indem man das zu hoch hängen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die Diskussion auch sehr interessiert verfolgt und begleitet und es gab wirklich alles, von ausgesprochen differenzierten über subtil beeinflussenden (und teils inhaltlich falsch) bis zu vollkommen ausfallenden Kommentaren.<br />
Dabei war es für mich am schockierendsten wie undifferenziert einseitig sich viele Spitzenpolitiker gleich zu Anfang der Diskussion positioniert haben, teils mit haarsträubend unsinnigen Begründungen, ohne jede Klarstellung zum Vorrang des deutschen Rechts vor religiösen Pflichten und in Teilen bis zur Abstimmung über das Gesetz 6 Monate später ohne erkennbare Lernkurve.</p>
<p>Nun ist die Beschneidung allerdings ein Problem, dass aus verschiedenen Perspektiven betrachtet glasklar ist und eine klare Positionierung geradezu verlangt. Nur je nach gewählter Perspektive eben mal in die eine und mal in die andere Richtung.</p>
<p>Wer will es einem Juden vorwerfen, wenn er sich an die deutsche Geschichte erinnert fühlt wenn ein deutsches Gericht mit dem Strafrecht in den Kernbereich seines Glaubens und seiner Privatsphäre eingreift. Oder einem Türken, für den der Staat an dieser Stelle nun endgültig die rote Linie überschritten hat, indem er selbst im Allerprivatesten die Abkehr von der religiösen und kulturellen Identität verlangt.<br />
Und wer will einem Beschneidungsgegner seine Erschütterung und Empörung verübeln, angesichts des Beharrens auf einem Rituals, das in jeder Hinsicht unvereinbar ist mit der Abwägung zwischen Individual- und Kollektivrecht wie sie die Menschenrechte und unsere Rechtsordnung fordern.</p>
<p>Es muss einen Dialog geben. Es muss eine sachliche Diskussion geben. Und es muss eine allgemein verbindliche Regelung gefunden werden, die im Rahmen der deutschen Rechtsordnung alle Argumente und Bedürfnisse angemessen berücksichtigt und niemand überfordert.</p>
<p>Gleichzeitig bitte ich um Verständnis für die, denen bei dieser für viele hoch emotionalen Diskussion auch mal die Gäule durchgehen, denn das sind oft nicht die Verkehrtesten und die sollten wir auf keinen Fall ausschließen.<br />
Ich möchte die Psychologie als Zeugen anführen, die längst weiß dass in manchen Konflikten ein „reinigendes Gewitter“ nicht verkehrt ist und schon gar keine Katastrophe. Im Gegenteil, manchmal kann das sogar helfen um Spannungen loszulassen und durch dieses Loslassen einen konstruktiven Dialog überhaupt erst zu ermöglichen.</p>
<p>Deshalb ist es sicher richtig zur Sachlichkeit zu ermahnen, Respekt einzufordern (von jedem und für jeden, auch wenn man die Position des anderen vielleicht überhaupt nicht nachvollziehen kann) und Argumente anzugreifen statt Personen.<br />
Gleichzeitig scheint es mir aber genauso wichtig Menschen auch mal zuzugestehen, dass sie sich mal im Ton vergreifen, ohne sich dadurch die Diskussion kaputt machen zu lassen oder gleich jemanden auszuschließen, indem man das zu hoch hängen.</p>
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		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von Till Benz</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1669</link>
		<dc:creator>Till Benz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 09:10:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1523#comment-1669</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe den Kommentar von Laura Kajetzke nicht so verstanden, dass sie dafür plädiert „falsche Freunde“ von der Diskussion auszuschließen oder auch nur sich von diesen fernzuhalten. 
Vielmehr ist genau das Teil eines von ihr kritisierten Lagerdenkens und in diesem Zusammenhang ein weiterer interessanter Gesichtspunkt der hier diskutierten Streitkultur.

Ich erlebe es immer wieder dass Menschen meinen, sich von bestimmten Personen oder Gruppen fernhalten zu müssen, um zu verhindern, dass sie mit diesen in einen Topf geworfen zu werden und so ihre politischen Statements (unbesehen deren Inhalts!) diskreditiert sind.
Die stillschweigende oder ausdrückliche Drohung mit solchen Stigmatisierungen ist gang und gäbe in der Politik, auch wenn sie sowohl als undemokratisch wie auch als unsachlich und bisweilen gar als unanständig entschieden zurückzuweisen ist.

Demokratie darf niemanden ausschließen, sie ist unvereinbar mit jeder Forderung nach einseitigen Meinungsdiktaten. Toleranz ist immer die Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden. 
Und Extremisten kann man politisch entschieden bekämpfen, eine Minderheit systematisch zu stigmatisieren und auszuschließen ist dagegen unvereinbar mit unserer Gesellschaftsordnung – zu recht, wie ich meine. (Dass die Rechtsordnung für alle die Grenzen vorgibt, ist klar).

Bezogen auf die Beschneidung bedeutet das als, dass jede Meinung zulässig sein muss, jeder das Recht haben muss sich an der Diskussion zu beteiligen und es gerade nicht darum geht irgendwen auszuschließen sondern so viele wie irgendmöglich einzubinden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Kommentar von Laura Kajetzke nicht so verstanden, dass sie dafür plädiert „falsche Freunde“ von der Diskussion auszuschließen oder auch nur sich von diesen fernzuhalten.<br />
Vielmehr ist genau das Teil eines von ihr kritisierten Lagerdenkens und in diesem Zusammenhang ein weiterer interessanter Gesichtspunkt der hier diskutierten Streitkultur.</p>
<p>Ich erlebe es immer wieder dass Menschen meinen, sich von bestimmten Personen oder Gruppen fernhalten zu müssen, um zu verhindern, dass sie mit diesen in einen Topf geworfen zu werden und so ihre politischen Statements (unbesehen deren Inhalts!) diskreditiert sind.<br />
Die stillschweigende oder ausdrückliche Drohung mit solchen Stigmatisierungen ist gang und gäbe in der Politik, auch wenn sie sowohl als undemokratisch wie auch als unsachlich und bisweilen gar als unanständig entschieden zurückzuweisen ist.</p>
<p>Demokratie darf niemanden ausschließen, sie ist unvereinbar mit jeder Forderung nach einseitigen Meinungsdiktaten. Toleranz ist immer die Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden.<br />
Und Extremisten kann man politisch entschieden bekämpfen, eine Minderheit systematisch zu stigmatisieren und auszuschließen ist dagegen unvereinbar mit unserer Gesellschaftsordnung – zu recht, wie ich meine. (Dass die Rechtsordnung für alle die Grenzen vorgibt, ist klar).</p>
<p>Bezogen auf die Beschneidung bedeutet das als, dass jede Meinung zulässig sein muss, jeder das Recht haben muss sich an der Diskussion zu beteiligen und es gerade nicht darum geht irgendwen auszuschließen sondern so viele wie irgendmöglich einzubinden.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von Andreas Boschetsrieder</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1662</link>
		<dc:creator>Andreas Boschetsrieder</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 14:26:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1523#comment-1662</guid>
		<description><![CDATA[Ich kann Ihnen nicht ganz zustimmen, was das Fehlen differenzierender Beiträge in der Beschneidungsdebatte betrifft. Es würde die Möglichkeiten eines Kommentars an dieser Stelle weit übersteigen, dafür die entsprechenden Nachweise zu liefern ( es wären eine Menge). Deshalb nur ein paar Stichworte. Debattiert wurden u.a. : die grundsätzliche Fragwürdigkeit &quot;archaischer&quot; Rituale in der Moderne, die Begründung der Beschneidung im Judentum (Bund mit Gott), im Islam (Koran und Hadthiten) und aus medizinischer Sicht, die innerreligiösen Debatten über die Beschneidung z.B. im deutschen Judentum im 19. Jahrhundert und in der Gegenwart in Israel und den USA  (&quot;Jews against Circumcision&quot;), die Kontroverse über die gesundheitlichen Vorteile in Amerika (Statement der AAP von 2012) und bei der Aidsbekämpfung in Afrika usw.usf. Alle diese Themen wurden von Beschneidungskritikern (auch, wenn auch nicht immer sehr differenziert, in &quot;Shitstorms&quot;, aber auch in seriösen Veröffentlichungen) eingebracht, während die meisten Vertreter der beschneidenden Religionen bereits die Möglichkeit (!) des Debattierens als Anmassung und Einmischung, wenn nicht gar als Antisemitismus ablehnten.

Ich empfinde auch Ihren Blick auf die &quot;Wutbürger&quot; in den &quot;Shitstorms&quot; als eingeengt. An der Debatte haben sich ein Vielzahl unterschiedlicher Persönlichkeiten und Institutionen beteiligt: Verfassungsjuristen, Ethiker, Journalisten, Kinderärzte, Religionsvertreter aller Richtungen, Universitäten, Ärzteverbände usw., um nur einige zu nennen. Auch wenn ich das Gesetzgebungsverfahren als solches kritisch sehe, so haben sich doch im Rechtsausschuss, im Ethikrat, in den internen Anhörungen aller Parteien viele und unterschiedlichste Fachleute geäussert in dem Bemühen, das Thema in vielfältigste Zusammenhänge zu stellen. Auch darüber war mit den Religionsvertretern bis heute kein Diskurs möglich.

Es ist, und auch das wäre ein interessantes diskursanalytisches Thema, in politischen Auseinandersetzungen nicht immer möglich, &quot;falsche Freunde&quot; vom Tisch zu verbannen. Auf der anderen Seite kann das allein ja kein Grund sein, eine Debatte zu beenden. Dann hätten die &quot;falschen Freunde&quot; ihr Ziel, eine differenzierte Diskussion zu unterbinden,  ja erreicht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann Ihnen nicht ganz zustimmen, was das Fehlen differenzierender Beiträge in der Beschneidungsdebatte betrifft. Es würde die Möglichkeiten eines Kommentars an dieser Stelle weit übersteigen, dafür die entsprechenden Nachweise zu liefern ( es wären eine Menge). Deshalb nur ein paar Stichworte. Debattiert wurden u.a. : die grundsätzliche Fragwürdigkeit &#8220;archaischer&#8221; Rituale in der Moderne, die Begründung der Beschneidung im Judentum (Bund mit Gott), im Islam (Koran und Hadthiten) und aus medizinischer Sicht, die innerreligiösen Debatten über die Beschneidung z.B. im deutschen Judentum im 19. Jahrhundert und in der Gegenwart in Israel und den USA  (&#8220;Jews against Circumcision&#8221;), die Kontroverse über die gesundheitlichen Vorteile in Amerika (Statement der AAP von 2012) und bei der Aidsbekämpfung in Afrika usw.usf. Alle diese Themen wurden von Beschneidungskritikern (auch, wenn auch nicht immer sehr differenziert, in &#8220;Shitstorms&#8221;, aber auch in seriösen Veröffentlichungen) eingebracht, während die meisten Vertreter der beschneidenden Religionen bereits die Möglichkeit (!) des Debattierens als Anmassung und Einmischung, wenn nicht gar als Antisemitismus ablehnten.</p>
<p>Ich empfinde auch Ihren Blick auf die &#8220;Wutbürger&#8221; in den &#8220;Shitstorms&#8221; als eingeengt. An der Debatte haben sich ein Vielzahl unterschiedlicher Persönlichkeiten und Institutionen beteiligt: Verfassungsjuristen, Ethiker, Journalisten, Kinderärzte, Religionsvertreter aller Richtungen, Universitäten, Ärzteverbände usw., um nur einige zu nennen. Auch wenn ich das Gesetzgebungsverfahren als solches kritisch sehe, so haben sich doch im Rechtsausschuss, im Ethikrat, in den internen Anhörungen aller Parteien viele und unterschiedlichste Fachleute geäussert in dem Bemühen, das Thema in vielfältigste Zusammenhänge zu stellen. Auch darüber war mit den Religionsvertretern bis heute kein Diskurs möglich.</p>
<p>Es ist, und auch das wäre ein interessantes diskursanalytisches Thema, in politischen Auseinandersetzungen nicht immer möglich, &#8220;falsche Freunde&#8221; vom Tisch zu verbannen. Auf der anderen Seite kann das allein ja kein Grund sein, eine Debatte zu beenden. Dann hätten die &#8220;falschen Freunde&#8221; ihr Ziel, eine differenzierte Diskussion zu unterbinden,  ja erreicht.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von Laura Kajetzke</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1642</link>
		<dc:creator>Laura Kajetzke</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 09:37:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vielen Dank für Ihren instruktiven Kommentar! Aus ihren Ausführungen wird meines Erachtens schön deutlich, dass unter der Blockbildung vor allem die fundierten Argumente zu leiden haben. Man kann mit sehr guten Gründen gegen die Praxis des religiös motivierten Beschneidens sein, findet sich in der Zwei-Lager-Logik dann aber auf einmal auf der Seite mit radikalen und menschenfeindlichen Beschneidungsgegnern, mit denen man freiwillig niemals ein Bier trinken gehen wollen würde. Auch muss ich Ihnen Recht geben, dass die Bundesregierung in meinem Beitrag vielleicht etwas zu gut wegkommt. Die Diskursstrategien innerhalb des politischen Feldes müssten sicherlich an anderer Stelle noch ausführlicher untersucht werden als es im Rahmen meiner Recherchen für diesen Beitrag geschehen ist. Hier ging es eher darum, eine Diskurskonstellation sichtbar zu machen, die eine dringend notwendige, differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Problematik eher verhindert als ermöglicht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für Ihren instruktiven Kommentar! Aus ihren Ausführungen wird meines Erachtens schön deutlich, dass unter der Blockbildung vor allem die fundierten Argumente zu leiden haben. Man kann mit sehr guten Gründen gegen die Praxis des religiös motivierten Beschneidens sein, findet sich in der Zwei-Lager-Logik dann aber auf einmal auf der Seite mit radikalen und menschenfeindlichen Beschneidungsgegnern, mit denen man freiwillig niemals ein Bier trinken gehen wollen würde. Auch muss ich Ihnen Recht geben, dass die Bundesregierung in meinem Beitrag vielleicht etwas zu gut wegkommt. Die Diskursstrategien innerhalb des politischen Feldes müssten sicherlich an anderer Stelle noch ausführlicher untersucht werden als es im Rahmen meiner Recherchen für diesen Beitrag geschehen ist. Hier ging es eher darum, eine Diskurskonstellation sichtbar zu machen, die eine dringend notwendige, differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Problematik eher verhindert als ermöglicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lasst euch nicht versimplifizieren: Beobachtungen zum Diskurs um religiöse Beschneidung von Andreas Boschetsrieder</title>
		<link>http://streit-wert.boellblog.org/2013/04/10/lasst-euch-nicht-versimplifizieren-beobachtungen-zum-diskurs-um-religiose-beschneidung/#comment-1639</link>
		<dc:creator>Andreas Boschetsrieder</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 14:35:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://streit-wert.boellblog.org/?p=1523#comment-1639</guid>
		<description><![CDATA[Mit der Dichotomie &quot;antiislamisches und antisemitisches Gebräu&quot; auf der einen Seite und &quot;besonnene Bundesregierung&quot; auf der anderen Seite betreibt die Autorin selbst die &quot;Versimplifizierung&quot;, die sie an anderen kritisiert. Des weiteren betont sie, dass es sie hier nicht interessiert, wer die triftigeren Gründe hat, lässt aber sehr schnell durchblicken, auf welcher Seite sie diese triftigeren Gründe sieht. Wie objektiv und wissenschaftlich kann eine Diskursanalyse sein, wenn die Analytikerin ihre eigene persönliche Parteilichkeit im Diskurs immer wieder einbringt?

Eine seriöse Diskursanalyse hätte unbedingt miteinbeziehen müssen, dass die Religionsvertreter gleich zu Beginn (!) der Beschneidungsdebatte die Dichotomie &quot;Auswandern oder Nicht-Auswandern&quot; aufgebracht haben und bis heute keinen Deut davon abgewichen sind. Es war eben gerade diese Dichotomie, die ganz erheblich zur Schärfe im Diskurs beigetragen hat.
Darüberhinaus spricht die eindeutig &quot;schiefe&quot; Besetzung des Expertengremiums &quot;Rechtsausschuss&quot; genausowenig für &quot;Besonnenheit&quot; wie die Positionierung der Bundeskanzlerin mit ihrer Aussage &quot;Komikernation&quot; und das Stricken eines verfassungsrechtlich bedenklichen Gesetzes mit der heissen Nadel.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Dichotomie &#8220;antiislamisches und antisemitisches Gebräu&#8221; auf der einen Seite und &#8220;besonnene Bundesregierung&#8221; auf der anderen Seite betreibt die Autorin selbst die &#8220;Versimplifizierung&#8221;, die sie an anderen kritisiert. Des weiteren betont sie, dass es sie hier nicht interessiert, wer die triftigeren Gründe hat, lässt aber sehr schnell durchblicken, auf welcher Seite sie diese triftigeren Gründe sieht. Wie objektiv und wissenschaftlich kann eine Diskursanalyse sein, wenn die Analytikerin ihre eigene persönliche Parteilichkeit im Diskurs immer wieder einbringt?</p>
<p>Eine seriöse Diskursanalyse hätte unbedingt miteinbeziehen müssen, dass die Religionsvertreter gleich zu Beginn (!) der Beschneidungsdebatte die Dichotomie &#8220;Auswandern oder Nicht-Auswandern&#8221; aufgebracht haben und bis heute keinen Deut davon abgewichen sind. Es war eben gerade diese Dichotomie, die ganz erheblich zur Schärfe im Diskurs beigetragen hat.<br />
Darüberhinaus spricht die eindeutig &#8220;schiefe&#8221; Besetzung des Expertengremiums &#8220;Rechtsausschuss&#8221; genausowenig für &#8220;Besonnenheit&#8221; wie die Positionierung der Bundeskanzlerin mit ihrer Aussage &#8220;Komikernation&#8221; und das Stricken eines verfassungsrechtlich bedenklichen Gesetzes mit der heissen Nadel.</p>
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